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Zauber des Anfangs
Vertrauen
Hupe wenn du Jesus liebst
Ihr sollt ein Segen sein
7Wochen mit

Eingeladen wird zur
Andacht
Frühandacht: Jeden ersten Dienstag im Monat kommen Menschen aus der Gemeinde
um 8 Uhr
zu einem Frühgebet zusammen, um miteinander zu singen, zu beten, auf ein Wort
der Schrift zu hören und für Menschen in besonderer Lage eine Kerze zu
entzünden und anschließend beim gemeinsamen Frühstück sich auszutauschen.
Kommen Sie doch einfach mit dazu. Wir freuen uns auf Sie. ( In den
Sommerferien fällt die Andacht aus).
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Wenn Sie ein Anliegen haben, für
das wir in dieser Stunde beten sollen, können Sie uns das gern mitteilen. Ein
Buch, in das Sie ihre Fürbitten schreiben können, liegt bereit.
- Zu empfehlen ist die Seite http://www.webandacht.de
Andacht
Ihr
sollt ein Segen sein
Es
ist ein mahnendes, mutiges Wort, das uns Christen an unsere
Bestimmung erinnert. Die Bestimmung zum Segen hat uns der Schöpfer
mit in die Wiege gelegt. Diese Bestimmung führt uns auf den Weg
der Nachfolge Jesu. Und der Heilige Geist verwirklicht diese
Bestimmung, indem er unser Tun zum Segen werden lässt.
Solch
eine Erinnerung an unsere Bestimmung tut Not in Zeiten, wo unsere
Gedanken durch allzu menschliche Gefühle gefesselt werden. Da
ist die Furcht vor dem weltweiten Terror, der Wunsch nach einer
starken Gemeinschaft gegen das Böse, die Sehnsucht, durch Stärke
den Frieden zu erzwingen. Gott will uns oft andere Wege führen
als die, die wir selbst finden. Vielleicht lässt uns das
Kirchentagsmotto aufhorchen, vielleicht schafft es Gottes Wort,
unsere Gedanken in eine neue, bessere Richtung zu lenken.
Doch
ist es nicht vermessen, zum Segen für andere werden zu wollen?
Ich
denke an Abraham. Bevor er sich in ein fremdes Land aufmachte,
war ihm von Gott gesagt worden: „Ich
will dich segnen … und du sollst ein Segen sein“ (1.Mose
12, 2). Am Anfang steht der Segen Gottes. Er hat Abraham
gesegnet: mit Menschen, die ihn liebten, mit Kindern, Enkeln und
Urenkeln, mit Wohlstand und einem Land, in dem er nicht
paradiesisch aber doch zufrieden leben konnte. Abraham erkannte
den Segen Gottes, der sein Leben begleitete. Und das gab ihm die
Kraft, selbst zum Segen zu werden für das Land und die Menschen,
für die er sorgen konnte.
Ich
denke an das Volk Israel, dem einst der Prophet Sacharja sagte: „Wie
ihr … ein Fluch gewesen seid unter den Heiden, so will ich euch
erlösen, dass ihr ein Segen sein sollt.“ (Sacharja 8, 13)
Völker können füreinander zum Fluch werden. Das haben gerade
Christen und Juden und Moslems immer wieder durchexerziert. Wir
Christen in Deutschland wissen, wie gut es ist, vom Fluch einer
solchen Vergangenheit erlöst zu werden. Wer das empfindet, dem
wird es ein besonderes Anliegen sein, sich in den Dienst des
Segens zu stellen.
Segnen
kommt von dem lateinischen Wort signare
und bedeutet „signieren“, „mit einem Zeichen versehen“.
Gott hat seinen Menschen viele Zeichen gegeben: Den Regenbogen für
Noah, den brennenden Dornbusch für Mose, die Himmelsleiter für
Jakob. Uns Christen ist das Zeichen des Kreuzes gegeben. Es ist
das Zeichen des Fluchs und des Todes, den der Mensch dem Menschen
in Selbstgerechtigkeit und Überheblichkeit zufügt. Zugleich ist
es aber auch das Zeichen des Lebens, das nach Gottes Willen stärker
ist als der Tod.
Ein
kleines Kind kommt erstmals vom Dorf in die Großstadt, sieht die
vielen Kirchtürme und fragt seine Mutter: „Warum sind auf den
Kirchen überall Pluszeichen?“
Ein
gesegnetes Leben ist ein Leben, das unter dem Pluszeichen Gottes
steht. Wissen wir um den Segen, der uns schon geschenkt wurde?
Wissen wir um das Plus in unserem Leben? Dann sollten wir die
Augen nicht verschließen vor all den Minuszeichen dieser Welt:
Hungersnöte in Afrika, AIDS-Epidemien in den Entwicklungsländern,
Naturkatastrophen und Unglücke sind reichlich genug negative
Vorzeichen, an denen die Welt leidet. Wir Christen haben von Gott
das Kreuz als Zeichen bekommen, nicht um damit Menschen zu
erschlagen, sondern um ihnen Leben zu bringen. Jesus wird an
unserer Seite sein und wir werden Hass mit Liebe überwinden,
Angst mit Solidarität, Not mit Hilfe und Krieg mit Frieden. Es
ist ein mühsamer Weg in der Nachfolge Jesu, aber es ist ein
gesegneter Weg. Machen wir uns auf in unsere Familien und Städte,
an unsere Arbeitsstellen und in unsere Altenheime. Und wenn nötig,
lassen wir uns senden zur Friedenssicherung auf dem Balkan und
zum Aufbau eines friedlichen Afghanistan, zum Kampf gegen den
Hunger und zur Hilfe bei Katastrophen.
Christen
sind vom Kreuz gezeichnet. Gerade deshalb sollen wir für die
Welt ein Segen sein.
Spiritualität
Das Wort ist verdächtig. Heutzutage, heißt es, kannst du keinem
mehr trauen. "Aber", fragt der Dichter Lothar Zenetti, "wer will leben
ohne das, was wir Vertrauen nennen? Mögen wir auch immer wieder
enttäuscht werden, wir müssen uns ein Herz fassen, uns buchstäblich
trauen, aus dem Vertrauen zu leben."
Hier geht es weiter im Text; bei der
EKD 
Zauber des Anfangs
Unter den Kräften, die das Menschenherz wecken,
erfüllen und begeistern, ist sie die mächtigste.
Die Liebe ist Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht,,
Klarheit und Rausch, Freiheit und Fessel zugleich.
Sie ist mächtig und sie macht wehrlos.
Sie wirkt Frieden und Wandlung, sie bringt Reichtum und fodert das Oper.
Die Liebe ist alles. Wie
Morgen und Mittag einander folgen, Abend und Nacht,
wie Frühjahr und Sommer, Herbst und Winter den Ring schließen,
so wandelt die Liebe Sinn und Gestalt
und umfasst und rundet doch den Weg des Menschen auf dieser Erde.
Glück entsteht in der Nähe des Anderen, der das Glück annimmt.
Liebe bleibt lebendig in der Nähe dessen, der Liebe braucht.
Das Herz wächst und wird weit, wo seine Liebe bejahrt wird.
Und der Liebende gewinnt sich selbst,
wo seine Liebe sich wandelt in das Glück des anderen.
Aber die Anfänge mit ihrem Zauber sind schwer zu bestehen.
Liebe ist eine Kunst und Zärtlichkeit will gelernt sein.
Was am Abend bleibt, stiften die Liebenden
mit der Zartheit, die das erste Morgenlicht weckt.
Und so lernen sie die Kunst,
zu lieben und doch nicht zu besitzen,
zu führen und doch nicht zu herrschen,
sich hinzugeben, ohne zu gehorchen,
zu bergen und doch nicht zu verschlingen,
nahe zu sein und doch nicht festzuhalten,
sich zu binden, ohne Freiheit zu nehmen.
Liebe macht nicht blind, Sie macht sehend.
Der Liebende sieht mit großen, offenen wachen Augen
und niemand schaut die Welt so voll Frieden und wirklich wie er.
Und so gehen sie miteinander ihren Weg. Einander
berührend oder nebeneinander gehend mit geringem Abstand.
Freiheit auf dem Weg heißt:
dem anderen Freiheit zu geben, ohne ihn zu verlassen,
und bis ans Ende ihm nahe zu sein.
(aus Jörg Zink - Was bleibt, stiften die Liebenden)
"Hupe, wenn du Jesus
liebst"
Letztens ging ich an einem Buchladen mit religiösen Büchern vorbei, als ich
einen Stoßstangenaufkleber mit dem Text: "Hupe, wenn du Jesus liebst" sah.
Ich war gut aufgelegt, weil ich gerade von einer gelungenen
Kirchenchoraufführung kam, und kaufte mir einen Sticker und klebte ihn auf
meinen Wagen. Mann, bin ich froh, dass ich das gemacht habe! Die nachfolgende
Begebenheit gehört zum Erhebensten, was mir je widerfahren ist.
Ich musste an einer roten Ampel stehen bleiben und während ich gerade über den
Herrn und seine Güte sinnierte, wurde ich Ampel grün, ohne dass ich es merkte.
Da war es gut, dass auch jemand anderes Jesus liebte, denn hätte er nicht
gehupt, wäre mir das wohl nie aufgefallen. Mir fiel auf, dass viele Menschen
Jesus liebten! Während
ich so dastand, fing der Typ hinter mir wie wild zu hupen an, und er lehnte sich
aus dem Fenster und schrie: "Bei Gott, vorwärts! Vorwärts!" Wie überschwänglich
dieser Mann Jesus doch liebte!
Alle fingen an zu hupen und ich lehnte mich ebenso aus dem Fenster und winkte
und lächelte diesen vielen Gläubigern zu. Ich hupte sogar mehrmals, um an ihrer
Liebe teilzuhaben. Ich sah einen anderen Mann, der mir mit dem ausgestreckten
Mittelfinger zuwinkte.
Ich fragte meinen Sohn auf dem Rücksitz, was denn das zu bedeuten habe und er
meinte, es wäre wahrscheinlich ein sibirischer Glücksgruß oder so. Nun, ich habe
noch nie jemanden aus Sibirien getroffen, also gab ich ihm den Gruß zurück. Mein
Sohn brach in Gelächter aus, offensichtlich genoss auch er diese religiöse
Erfahrung. Einige Leute waren so gefangen in der Freude des Augenblicks, dass
sie aus ihren Wagen stiegen und zu mir kamen. Ich wette, soe wollten wissen,
welche Kirche ich besuche, oder sie wollten einfach nur mit mir beten. .... aber
da bemerkte ich die grüne Ampel. Ich winkte also noch einmal lächelnd meinen
Brüdern und Schwestern zu und fuhr los.
Mir fiel noch auf, dass ich der einzige Wagen war, der es über die Kreuzung
schaffte, bevor es wieder Rot wurde. Ich war ein wenig traurig, dass ich diese
Leute nach all der Gottesliebe, die wir miteinander genossen hatten, verlassen
musste. Also wurde ich
langsamer, lehnte mich nochmals aus dem Wagen und winkte ihnen ein letztes Mal
den sibirischen Glücksgruß zu, während ich davonfuhr!
Lobe den Herren für solch wunderbare Menschen!
vonArno Backhaus
Bibel dir deine Meinung
Die Bibel kreativ – lesen wie noch nie
Paperback mit Lesezeichen, 192 Seiten,
zahlreiche s/w Illustrationen von Jörg Peter
ISBN 978-3-86506-034-1
€ 12,00 / sFr 21,60 / € (A) 12,40
ERschienen im
Brendow-Verlag |