Pfarrer Krieger schrieb zur Einweihung der Christuskirche 1984:

Heute, am 25. März 1984, dem Sonntag Okuli, können wir in Freude und voller Dank gegen Gott unsere neue Kirche und das angeschlossene Gemeindezentrum einweihen. Wie wir in der Urkunde zur Grundsteinlegung festgehalten haben, war unser Vorhaben innerlich geleitet von dem Wunsch, eine Stätte zu schaffen, an der wir den Frieden Gottes erfahren und selbst zu Friedensstiftern werden mögen. Wir haben nun neue Möglichkeiten und neuen Raum. Äußerlich ist dieser Raum auf 130 qm begrenzt. Die Bedeutung, die dieser Raum für uns gewinnen soll und nicht mit Maßen anzugeben ist, findet Ausdruck in dem Namen, den die neue Kirche erhalten hat: Christuskirche. Wie Christus in seiner Liebe zu uns zur Mitte unseres Lebens und zur Kraft für unser Handeln wird, davon spricht die Epistel de heutigen Sonntags: "Wandelt in der Liebe, wie auch Christus euch geliebt und sich für uns dahingegeben hat als Gabe und Opfer für Gott" (Eph. 5,2)

Betreten wir zunächst den Kirchraum, so fällt unser Blick zur Linken auf das Fenster, das Christus, den Gekreuzigten, mit angedeuteter Krone Zeigt. Wer denken an die Dornenkrone des leidenden und an die Herrscherkrone des auferstandenen und erhöhten Herrn. Die unter der Christusgestalt abgebildeten Fische erinnern uns daran, dass die Einzelbuchstaben des griechischen Wortes für Fisch als Anfangsbuchstaben für das Bekenntnis: Jesus Christus, Gottes Sohn, Heiland-" verstanden wurde. Wenden wir uns nach rechts dem gegenüberliegenden Fenster zu. Hier ist das Motiv - entsprechend unserem Kirchensiegel - der Noahgeschichte des Alten Testaments entnommen. Das Noahfenster weist auf den Bund hin, den Gott vor der Sintflut mit Noah schloss und nach der Flut auf alle "lebendigen Seelen" ausdehnte. Noah empfängt für die ganze Welt das Versprechen Gottes, das darin besteht, dass Gott die Erde nicht mehr verderben, sondern trotz der Bosheit der Menschen erhalten will. Das Noahfenster zeit die Zeit an, in der Gott neuerstandenes Leben sichtbar werden lässt.

Viel kann dieser Kirchraum für uns alle bedeuten: Ort der Zuflucht, Hilfe zur Besinnung, Einladung zum Danken und Bitten, Angebot von Trost und Hoffnung, Erfahrung von Herausforderung, Erlebnis von Gemeinschaft, Aufforderung zum Leben. Direkt vom Kirchraum gelangen wir in die anderen Räume des Zentrums, die zu einer Stätte der Begegnung werden und von uns allen mit Leben erfüllt werden möchte.