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Wer noch eine schöne Geschichte weiß, kann mir diese gerne mal zusenden. Es sollte jedoch in den bisherigen Rahme passen.

An Küster Uli Lauff

Behalte die Gabel!

Als der Arzt ihr mitteilte, dass sie höchstens noch drei Monate zu leben hätte, beschloss sie, sofort alle Details ihrer Beerdigung festzulegen. Zusammen mit dem Pfarrer besprach sie, welche Lieder gesungen werden sollten, welche Texte verlesen werden sollten und welche Kleider sie anhaben wollte.

"Und da gibt es noch eine wichtige Sache! Ich will mit einer Gabel in der Hand begraben werden" sagte sie schließlich.

Der Pfarrer konnte seine Verwunderung nicht verbergen. Eine Gabel?

"Darf ich fragen, warum?" wollte er vorsichtig wissen. "Das kann ich erklären", antwortete die Frau mit einem Lächeln. "Ich war in meinem Leben zu vielen verschiedenen Abendessen eingeladen. Und ich habe immer die Gänge am liebsten gemocht, wo diejenigen, die abgedeckt haben, gesagt haben: Die Gabel kannst du behalten. Da wusste ich, dass noch etwas Besonderes kommen würde. Nicht nur Eis oder Pudding, sondern etwas Richtiges, ein Auflauf oder etwas Ähnliches.

Ich will, dass die Leute auf mich schauen, wenn ich da in meinem Sarg liegen mit einer Gabel in der Hand. Da werden sie sich fragen: Was hat es denn mit der Gabel auf sich? Und dann können Sie ihnen erklären, was ich gesagt habe. Und dann grüßen Sie sie und sagen ihnen, dass sie auch die Gabel behalten sollen. Es kommt noch etwas Besseres."

Von Kristina Reftel, gefunden im Kalender "Der Andere Advent 2010/11)" von der Initative Andere Zeiten e.V.

 

Ein Strafzettel


Sven schaute kurz noch einmal auf sein Tacho, bevor er langsamer wurde: 73 in einer 50er Zone. Das vierte mal in vier Monaten.
Wie konnte man sich nur so oft erwischen lassen?
Als er sein Auto auf 10 km/h abgebremst hatte, fuhr Sven rechts ran.
Laß den Polizisten doch wieder einmal herummeckern über seinen Fahrstil.
Vielleicht würde ein noch schnellerer Autofahrer an ihnen vorbei flitzen, an dem der Bulle mehr Interesse hätte. Der Polizist stieg aus seinem Auto, mit einem dicken Notizbuch in der Hand. War das Harald? Harald aus der Kirche?

Sven sank tiefer in seinen Sitz. Das war nun schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche.

Ein Typ der etwas angespannt war, nach einem langen Tag im Büro. Und grade mit dem hatte er morgen Golf spielen wollen.
Als er aus seinem Auto sprang, stand er dem Kerl gegenüber, den er jeden Sonntag in der Kirche sah. Er hatte ihn noch nie in Uniform gesehen.
"Hi Harald. Komisch, daß wir uns so wiedersehen!"
"Hallo Sven." Kein Lächeln.
"Ich sehe Du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen."
"Ja, so ist das."
Harald schien unsicher zu sein.
Gut. Ich bin die Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen. "Ja, ich habe wohl dieses eine Mal die Verkehrsregeln etwas weit ausgelegt."
Sven schoss einen Kieselstein an die Bordsteinkante.
"Jutta erwähnte etwas Rinderbraten und Kartoffeln heute Abend. Verstehst Du, was ich meine ?"
"Ich weiß, was Du meinst. Ich kenne auch Dein Register bei uns."
Aua. Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern.
"Mit wie viel hast Du mich erwischt ?"
"Siebzig. Würdest Du Dich bitte wieder in Dein Auto setzen ?"
"Ach Harald, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho geschaut, als ich Dich gesehen habe! Ich muss so bei 65 km/h gewesen sein!" Mit jedem Strafzettel konnte ich besser lügen.
"Bitte Sven, setz Dich wieder in Dein Auto."

Genervt quetschte sich Sven durch die noch immer offene Türe. Ein Knall. Die Tür war zu. Er starrte auf sein Armaturenbrett. Harald war auf seinem Notizblock fleißig am Schreiben. Warum wollte Harald nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würde einen Monat vergehen, bis er sich am Sonntag in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde.

Harald klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Sven öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen. Harald gab ihm den Zettel durch. "Danke." Sven konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten. Harald setzte sich wieder ins Auto ohne ein Wort zu verlieren. Sven wartete und schaute im Spiegel zu, wie er wegfuhr. Dann faltete er den Zettel auf.
Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten ?
Hey! Warte mal! War das ein Witz? Das war kein Strafzettel!

Sven las: "Lieber Sven, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, das war auch ein Raser. Einen Strafzettel, eine Strafe und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder liebkosen.

Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann. Tausend Mal habe ich versucht diesem Mann zu vergeben. Tausend Mal habe ich gedacht ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muß immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Sven. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. Harald"

Sven drehte sich um und sah Haralds Auto wegfahren. Er fuhr die Straße wieder runter. Sven schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Ganze 15 Minuten später fuhr er los, langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte sie ganz fest.


Das Leben ist so wertvoll.

Fahr vorsichtig und mit Verständnis anderen gegenüber. Vergiß nie, Autos kann man wieder kaufen - so viele man will. Menschenleben aber nicht. ...

Diese Geschichte habe ich auf der Website : http://www.evangelium.de/humor/straf.html gefunden.

 

Ein Hippie in Amsterdam

Ein Hippie sitzt in Amsterdam auf dem Bürgersteig mit einer Bibel auf dem Schoß.
Dies allein ist schon auffällig. Der geneigte Leser wird sicher noch mehr staunen, wenn er erfährt, dass der Hippie in dieser Bibel mit größter Aufmerksamkeit liest. Ein so richtig ungewöhnliches Bild ergibt sich aber erst dadurch, dass jener Hippie von Zeit zu Zeit lauthals Sachen ausruft wie: „Halleluja“, „Gott ist groß“ und „Preist den Herrn!“

Über diese ungewohnte Szene staunt dann auch ein junger, dynamischer Theologe, der zu eben dieser Zeit zu einem Kongress historisch-kritischer Bibelauslegung in Amsterdam weilt. Natürlich kennt dieser junge Menschenfreund alle sektiererischen Richtungen ekstatischen Christentums und denkt sich, dass er doch diese Gelegenheit beim Schopf packen sollte, der Verwirrung Einhalt zu gebieten.
Und so hockt er sich milde zu jenem Hippie und befragt ihn, was denn Grund seiner freudigen Ausbrüche sei.

„Ja“, sagt der Hippie, „ich lese gerade in der Bibel.“ Da dies für unseren Jung-Bibelprofi gerade kein Grund für solchen Überschwang ist, bemüht er sich redlich, sanft dem tieferen Grund nachzuspüren. Und so erfährt er nach einigen „Halleluja“ und „Gott ist gut“, dass der Hippie gerade über Mose liest: „Gott tut ein Wunder nach dem anderen. Da hat dieser herrliche Gott das Rote Meer geteilt und das ganze israelische Volk konnte sicher hindurch auf der Flucht vor den Ägyptern.“

Nun wäre unser Theologe kein Freund der Menschen, wenn er nicht auch diesem verwirrten Hippie auf den rechten Weg helfen könnte. Denn Wunder kann man natürlich heute erklären. Und so zitiert er Quelle um Quelle wissenschaftlicher Arbeiten und beweist dem Hippie wortgewandt, dass alle Wissenschaft zeigt, dass das Rote Meer damals nicht mehr als eine 7 cm tiefe Pfütze war. Und der Hippie ist tatsächlich heilsam berührt. Kein Halleluja kommt mehr über seinen Mund, mit langem Gesicht dankt er seinem aufklärerischen Wohltäter und starrt leer auf seine Bibel. Unser Theologe dagegen setzt beschwingt seinen Weg fort, wieder eine gute Tat getan, eine Schlacht gewonnen.

Doch diesmal kommt er nicht weit. Kaum langt er an der nächsten Ecke an, da hört er von hinten den Hippie wieder, lauter und überschwänglicher als zuvor klingt sein „Halleluja“ durch die Straße.
Über soviel Unverstand gerät unser Theologe verständlicher Weise in Rage, stürmt zurück und fährt den Hippie an, was denn nun schon wieder Grund seiner Lautäußerungen sei. Wieder dauert es ein paar „Halleluja“, diesmal sogar mehr als beim letzten Mal, bis der Theologe erfährt, dass der Hippie eben weiter gelesen hat. Bis hierhin kann der Theologe folgen, jedoch ergibt es für ihn noch wenig Sinn. Dann aber erfährt er die Einzelheiten, und auch wenn uns seine Reaktion nicht überliefert ist, mag der Leser getrost annehmen, dass es ihn deutlich angeschlagen hat: „Gott hat ein noch viel größeres Wunder getan: Er hat das gesamte ägyptische Kriegsheer in einer 7 cm tiefen Pfütze ertrinken lassen...“

-Die Geschichte habe ich von einem Gemeindeglied bekommen. Autor ist mir unbekannt-

Der Missionar

Diese Geschichte, die sich im heißesten Afrika zuträgt, ist empfindlichen Geschöpfen nicht zu empfehlen, da ein gewisser Grad an makaberen Inhalt nicht gänzlich verleugnet werden kann.
In der Eingangsszene stelle sich der Leser einen Missionar vor, der mit einem Diaprojektor unter dem Arm auf einem Kamel durch die Wüste reitet. Plötzlich - und für ihn gänzlich unerwartet - wird er von einer Horde Löwen überfallen.

Zur Verteidigung der Löwen halte ich es für nötig, kurz innezuhalten und zu betonen, dass diese Horde nicht etwa einer Bösartigkeit folgt, sondern tatsächlich der Hunger sichtbar an ihnen nagt, ein Umstand, der in den heißesten Monaten der Wüste nicht gänzlich ungewöhnlich erscheint.

So überfallen diese Löwen also den Missionar. Dieser rühmt sich aber des Umstandes, dass er konkretes Beten beizeiten gelernt hat und so betet er, dass Gott diesen Löwen ein christliches Herz geben möge.

Und tatsächlich - wie sollte es auch bei Gebet anders zu erwarten sein - wird es sofort erhört. Die Löwen stellen sich im Halbkreis auf, neigen die Köpfe und beten laut: „Komm Herr Jesu, sei Du unser Gast...“

-Autor unbekannt-

Engel, oder warum vieles anders ist als es scheint

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen.
Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen.
Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten,
sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es.
Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."
In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau.
Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten,
mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen.
Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte
den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können?
"Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben.
"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel.

"Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht finden konnte.

Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen.

Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

Spuren im Sand

Spuren im Sand

 

Eines Nachts hatte ich einen Traum:

Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.

Vor dem dunklen Nachthimmel

erstrahlten, Streiflichtern gleich,

Bilder aus meinem Leben.

Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,

meine eigene und die meines Herrn.

 

Als das letzte Bild an meinen Augen

vorübergezogen war, blickte ich zurück.

Ich erschrak, als ich entdeckte,

daß an vielen Stellen meines Lebensweges

nur eine Spur zu sehen war.

Und das waren gerade die schwersten

Zeiten meines Lebens.

 

Besorgt fragte ich den Herrn:

„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,

da hast du mir versprochen,

auf allen Wegen bei mir zu sein.

Aber jetzt entdecke ich,

daß in den schwersten Zeiten meines Lebens

nur eine Spur im Sand zu sehen ist.

Warum hast du mich allein gelassen,

als ich dich am meisten brauchte?“

 

Da antwortete er: „Mein liebes Kind,

ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,

erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. 

Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,

da habe ich dich getragen.“

 

Margaret Fishback Powers

 

Copyright © 1964 Margaret Fishback Powers

Copyright © der deutschen Übersetzung 1996 Brunnen Verlag Gießen. www.brunnen-verlag.de (empfehlenswert)

 

 

„Hier stinkt´s“

Eines Sonntagmorgens, als meine Tochter Taryn noch klein war, saßen wir in der Kirche. Alles schaute natürlich nach vorn, wie man das in der Kirche ebenso macht – alle außer Taryn, die auf der Kirchenbank stand und nach hinten sah. Sie grinste die Leute hinter uns an und erzählte, was sie sah. In einem stillen Augenblick, während des Betens, flüsterte sie (laut genug, dass die ganze Kirche es hören konnte): „Da hat eine Frau die Augen nicht zugemacht!“ Überall konnte ich unterdrücktes Gelächter hören. Als das Gebet beendet war, wendete Taryn sich an die Damen neben ihr und fragte: „Weißt du was?“

Schön, ich mache eine kurze Unterbrechung, damit ich etwas erzählen kann: Wenn man Kinder hat und sich mit diesen Kindern in die Öffentlichkeit wagt, und eines davon zu einem Fremden sagt: „Weißt du was?“ – dann muss man diesem Kind schnell den Mund stopfen. Egal wie – die Hand auf den Mund legen, einen Korken hineinstecken - ,es darf auf keinen Fall sagen, „was“.

Noch einmal hörte die ganze Kirche mein Kind fragen: „Weißt du was?“ Ich griff nach Taryn, aber nicht rechtzeitig. Sie sagte also zu der Dame: „Weißt du was? Du riechst überhaupt nicht gut.“

Jetzt steckte ich in Schwierigkeiten. Die Dame war logischerweise beleidigt. Die restliche Gemeinde wälzte sich vor Lachen auf dem Boden, weil alle fanden, dass Taryns Feststellung stimmte! „Sa was sagt man nicht“, flüsterte ich heiser und zerrte Taryn auf meinen Schoß.

„Aber es ist doch wahr“, rief sie zurück.

„Dann behalt die Wahrheit für dich“, flüsterte ich zwischen zusammengebissenen Zähnen.

„Soll ich etwa lügen?“

Ich kann es heute noch hören, wie sie dann sagte: „Weißt du was? Du riechst wie eine Vase mit Rosen. Verwelkte Rosen. Rosen die schon lange verwelkt sind.

Kleine Kinder lügen schon mal, um zu bekommen, was sie gern möchten oder um sich vor dem Zorn der Eltern zu schützen. Das wissen wir alle. Aber davon abgesehen sagen sie einem meist auch dann die Wahrheit, wenn sie unangenehm ist.

Damit will ich nicht sagen, dass man seinen Kindern beibringen sollte, sich als Geruchspolizei zu betätigen und alle Stinker der Welt namentlich zu benennen. Tatsache aber ist, dass die Wahrheit manchmal wehtut. Wenn du als Christ wachsen willst, musst du offen sein, dass Gott (manchmal durch andere) Bereiche in deinem Leben aufdeckt, die vielleicht nicht gut riegen (oder sogar zum Himmel stinken), so dass er dir dann auch die Kraft geben kann, dich zu ändern.

-Gefunden in dem Buch "Neuer Saft für müde Birnen" von Ken Davis & Dave Lambert  (Starkstromandachten) Verlag Klaus Gerth, Aßlar. ISBN 3-89437-380-6. Das Buch ist empfehlenswert. Wirklich witzige Geschichten mit Sinn.

 

Lebendige Opfer

Macht irgendwie keinen Sinn, oder? Lebendiges Opfer. Klingt wie "Elefantenmaus". Oder "schön hässlich". Wörter, die einfach nicht zusammenpassen können. Da fallen mir noch ein paar ein:

"Die lieber Schreck." - "Schulfernsehen" - "Militärische Intelligenz". Denken wir mal nach. Es gibt nicht viele Schafe, die vom Opferfest wieder zurückgekommen sind. Wie hätte so eins sich wohl geäußert? "Ich war letzten Abend beim Opferfest. Die haben mich ausgesucht. Gut, ich fühle mich ein bisschen ausgebrannt, aber davon abgesehen...." Wenn aber Paulus uns in Römer 12,2 auffordert, Gott unseren Leib als lebendiges Opfer darzubringen, meint er genau das. Gott will kein totes Opfer. Tote Opfer machen ihm keine Freude mehr, weil er schon seinen Sohn sandte, der für unsere Sünden gezahlt hat. Was er möchte, ist unser lebendiger Leib, ihm geweiht. Ein lebendiges Opfer.

Lebendige Opfer sind ein Risiko, denn wenn sie Lust dazu haben, können sie vom Altar herunterklettern. Gott bindet die Menschen nicht fest. Er spricht kein Machtwort: "Das ist jetzt deine Aufgabe, und du bleibst hier!" Ein lebendiges Opfer beschließt in eigener Sache und aus dem eigenen Herzen heraus, dem Herrn geweiht zu bleiben. Mit jedem Teil seines Wesens gehört es zu Gott, weil es das will. Oder es entschließt sich auszureißen. Weil es ein lebendiges Opfer ist, trifft es selbst die Entscheidung.  Und wenn sich dem lebendigen Opfer die Chance zu sündigen bietet, sagt es nicht: "Kann ich nicht - das verbietet mir meine Religion."  Es sagt: "Nein, so will ich nicht leben. Und zwar deshalb nicht, weil ich zu Gott gehöre."

So fängt man an, Gottes Willen kennenzulernen. Wenn wir wirklich lebendige Opfer sind, dann stimmt unser eigener Wille mehr und mehr mit Gottes Willen überein. Gottes Wille ist mehr für uns als ein ungebetenes Gesetzeswerk oder aufgezwungene Anweisungen. Er ist nicht etwa ein schlechte Straßenkarte des Lebens, über die wir bei jeder Kurve meckern müssten. Wenn wir lebendige Opfer sind, sind die Entscheidungen, die Gott von uns möchte, unsere eigenen Entscheidungen. Wir haben eigene Gründe dafür. Sie entstehen aus unserem freien Willen. So ist das mit lebendigen Opfern. - Bis du schon sei weit? Ich auch nicht! 

-Gefunden in dem Buch "Neuer Saft für müde Birnen" von Ken Davis & Dave Lambert  (Starkstromandachten) Verlag Klaus Gerth, Aßlar. ISBN 3-89437-380-6

 


Ich träumte, ich hätte ein Interview mit Gott

" Du möchtest also ein Gespräch mit mir?" fragte Gott

"Wenn Du die Zeit hast", sagte ich.

Gott lächelte. "Meine Zeit ist die Ewigkeit" "Welche Fragen würdest Du mir gerne stellen?"

"Was erstaunt Dich am meisten an den Menschen?"
Gott antwortete....
"Dass sie der Kindheit überdrüssig werden. Sich beeilen, erwachsen zu werden, um sich dann danach zu sehnen, wieder Kinder sein zu können."

"Dass sie um Geld zu verdienen ihre Gesundheit auf's Spiel setzen und dann ihr Geld ausgeben, um wieder gesund zu werden."

"Dass sie durch die ängstlichen Blicke in ihre Zukunft das Jetzt vergessen, so dass sie weder in der Gegenwart, noch in der Zukunft leben."

"Dass sie leben, als würden sie niemals sterben, um dann zu sterben, als hätten sie nie gelebt."

Gott nahm meine Hand und wir schwiegen gemeinsam eine Weile Dann wollte ich wissen...

"Was möchtest Du, dass Deine Kinder lernen?"
Gott antwortete mit einem Lächeln:
"Dass man niemanden veranlassen kann, jemanden zu lieben, sondern zulassen darf, geliebt zu werden."

"Dass es nicht förderlich ist, sich mit anderen zu vergleichen."

"Dass eine "reiche" Person nicht jemand ist, der/die das meiste hat, sondern vielleicht das wenigste braucht."

"Dass es nur einige Sekunden braucht, einem Menschen tiefe Wunden zuzufügen, jedoch viele Jahre, diese wieder zu heilen."

"Dass Vergebung durch gelebtes Vergeben geschieht."

"Dass es Menschen gibt, die sie tief und innig lieben, jedoch nicht wissen, wie sie ihre Gefühle ausdrücken können."

"Dass zwei Menschen dasselbe betrachten können und es unterschiedlich sehen."

"Dass es manchmal nicht genug ist, Vergebung zu erhalten, sondern sich selbst zu vergeben."

"Und dass ich hier bin......immer."

Der Autor dieser Geschichte ist mir unbekannt. (Geschichte wurde mir von einem dritten zugesandt).

Noch neunzig Tage

Vor einigen Jahren lernte ich einen jungen Mann kennen, der total anders war als alle anderen. Er hieß Mike O`Hara und war Anfang Zwanzig. Er hatte Knochenkrebs im Endstadium. Aber das war nicht das Ungewöhnliche an ihm. Es war seine Einstellung zum Leben und zum Tod, über die ich staunte.

Sein Humor war verblüffend. Kurz nach dem Verlust aller Haare (durch die Chemotherapie) zum Beispiel ging Mike auf eine Faschingsparty, verkleidet als Deoroller. Sein kahler Kopf war die Roll-onKugel.

Trotz seines Humors war mir in Mikes Gegenwart immer etwas unwohl, weil ich mir ständig bewusst war, dass er nur noch ein paar Monate zu leben hatte. Eines Tages, als wir zusammen essen waren, fiel Mike meine Gezwungenheit auf. "Was ist los mit dir?" fragte er. "Glaubst du, das ist ansteckend?" Er zeigte auf seine spiegelblanke Glatze. Als meine Antwort ausblieb, lachte er und rieb sich mit den Händen am Kopf. Dann beugte er sich plötzlich vor und strich mir über das Haar. "Es ist tatsächlich ansteckend!" brüllte er. Jetzt sschauten alle im Restaurant uns zu.

"Ich weiß, warum du so nervös bis", fuhr er ruhiger fort. "Weil ich bald sterbe, stimmt´s?"

Sein Gesicht verschwamm vor meinen Augen, weil mir die Tränen kamen, und ich nickte. Zum Sprechen war ich viel zu überwältigt. Dann sagte Mike etwas, das ich nie vergessen werde. Er beugte sich vor und flüsterte: "Ken, wir sterben beide. Der einzige Unterschied zwischen uns ist, dass Gott mir verraten hat, wann. Wir könnten aus diesem Restaurant kommen, und du wirst von einem VW-Käfer angefahren und kommst eher in den Himmel als ich. Hab´keine Angst vor dem Sterben, Ken. Wir sind Christen. Wir haben nichts zu verlieren!"

-Gefunden in dem Buch "Neuer Saft für müde Birnen" von Ken Davis & Dave Lambert  (Starkstromandachten) Verlag Klaus Gerth, Aßlar. ISBN 3-89437-380-6

Einer muss dran glauben

Ein Atheist fiel von einer Klippe. Beim Hinunterstürzen packte er den Zweig eines kleinen Baumes. Dort hing er nun zwischen dem Himmel und den dreihundert Meter tiefer liegenden Felsen, wohl wissend, dass er sich nicht viel länger würde festhalten können. Plötzlich kam ihm eine Idee. ‚Gott’, rief er, so laut er konnte. Schweigen, niemand antwortete.

„Gott“, schrie er noch einmal. „Wenn es dich gibt, rette mich, und ich verspreche, dass ich an dich glauben und andere glauben lehren werde.“

Wieder Schweigen. Dann ließ er den Zweig vor Schreck beinahe los, als eine kräftige Stimme über den Canyon dröhnte: „Das sagen sie alle, wenn Not am Man ist.“

„Nein, Gott, nein“, rief er laut, nun etwas hoffnungsvoller geworden. „Ich bin nicht wie die anderen. Ich habe ja schon begonnen zu glauben, merkst du das nicht, ich habe je schon deine Stimme vernommen. Nun musst du mich bloß retten, und ich werde deinen Namen bis an die Enden der Welt verkünden.“

„Gut“, sagte die Stimme, „ich werde dich retten. Lass den Zweig los.“

„Den Zweig loslassen?“, schrie der verzweifelte Mann. „Hältst du mich für verrückt?“

 

"Hupe, wenn du Jesus liebst"

 

Letztens ging ich an einem Buchladen mit religiösen Büchern vorbei, als ich einen Stoßstangenaufkleber mit dem Text: "Hupe, wenn du Jesus liebst" sah.

Ich war gut aufgelegt, weil ich gerade von einer gelungenen Kirchenchoraufführung kam, und kaufte mir einen Sticker und klebte ihn auf meinen Wagen. Mann, bin ich froh, dass ich das gemacht habe! Die nachfolgende Begebenheit gehört zum Erhebensten, was mir je widerfahren ist.

 

Ich musste an einer roten Ampel stehen bleiben und während ich gerade über den Herrn und seine Güte sinnierte, wurde ich Ampel grün, ohne dass ich es merkte.

Da war es gut, dass auch jemand anderes Jesus liebte, denn hätte er nicht gehupt, wäre mir das wohl nie aufgefallen. Mir fiel auf, dass viele Menschen Jesus liebten!

Während ich so dastand, fing der Typ hinter mir wie wild zu hupen an, und er lehnte sich aus dem Fenster und schrie: "Bei Gott, vorwärts! Vorwärts!" Wie überschwänglich dieser Mann Jesus doch liebte!

Alle fingen an zu hupen und ich lehnte mich ebenso aus dem Fenster und winkte und lächelte diesen vielen Gläubigern zu. Ich hupte sogar mehrmals, um an ihrer Liebe teilzuhaben. Ich sah einen anderen Mann, der mir mit dem ausgestreckten Mittelfinger zuwinkte.

Ich fragte meinen Sohn auf dem Rücksitz, was denn das zu bedeuten habe und er meinte, es wäre wahrscheinlich ein sibirischer Glücksgruß oder so. Nun, ich habe noch nie jemanden aus Sibirien getroffen, also gab ich ihm den Gruß zurück. Mein Sohn brach in Gelächter aus, offensichtlich genoss auch er diese religiöse Erfahrung. Einige Leute waren so gefangen in der Freude des Augenblicks, dass sie aus ihren Wagen stiegen und zu mir kamen. Ich wette, soe wollten wissen, welche Kirche ich besuche, oder sie wollten einfach nur mit mir beten. .... aber da bemerkte ich die grüne Ampel. Ich winkte also noch einmal lächelnd meinen Brüdern und Schwestern zu und fuhr los.

Mir fiel noch auf, dass ich der einzige Wagen war, der es über die Kreuzung schaffte, bevor es wieder Rot wurde. Ich war ein wenig traurig, dass ich diese Leute nach all der Gottesliebe, die wir miteinander genossen hatten, verlassen musste.

Also wurde ich langsamer, lehnte mich nochmals aus dem Wagen und winkte ihnen ein letztes Mal den sibirischen Glücksgruß zu, während ich davonfuhr!

Lobe den Herren für solch wunderbare Menschen!

 

vonArno Backhaus
Bibel dir deine Meinung
Die Bibel kreativ – lesen wie noch nie
Paperback mit Lesezeichen, 192 Seiten,
zahlreiche s/w Illustrationen von Jörg Peter
ISBN 978-3-86506-034-1
€ 12,00 / sFr 21,60 / € (A) 12,40

ERschienen im Brendow-Verlag

 

Ein Antrag an das Presbyterium im Jahre 2000 für die Anschaffung einer Halterung zum fachgerächten Befestigen einer Fahne.

Liebe Presbyter/inen

die jüngsten Ereignisse zwingen mich dazu, dass ich ihre kostbare Zeit in Anspruch nehmen muss, sich mit einer Fahne zu beschäftigen. Ich meine damit natürlich nicht die "nachkarnevallistische Fahne" die sich aus dem vermehrten Konsum von Alkohol ergibt.

Auch die weiße Fahne, als Zeichen der Kapitulation, ist nicht gemeint, obwohl ich bei manchen Gruppen die wir hier im Haus beherbergen, doch geneigt bin die weiße Fahne zu hissen. Die grüne Fahne, dass ist die Fahne des Propheten im Islam, ist auch nicht gemeint. Nun - wie sie sicherlich schon richtig vermuten, handelt es sich vielmehr um die Kirchenfahne oder Flagge, dass Banner, die Wimpel die mit unserer Kirche zu tun haben.

Der Anlass meines Antrages ist mit wenigen Worten erklärt.

Als ich am Samstag, den 11. März das Gemeindehaus betrat, fiel mir auf den ersten Blick nichts außergewöhnliches auf. Doch als mein geschultes Küsterauge den Glockenturm in Augenschein nahm, musste ich sehen, - ich konnte es kaum glauben- das die Jahr 2000 Fahne weit mehr als auf "halb sieben" hing. Sogleich holte ich den Schlüssel um die Türe zum Glockenturm zu öffnen. Ein kurzer Blick auf die Uhr: 9.23 Uhr. Ich hatte also noch Zeit vor dem Mittagsläuten auf den Turm zu klettern. Und so hatte ich, mit meinem Werkzeugkasten ausgerüstet, den Aufstieg zum Glockenturm durchgeführt. Oben angekommen habe ich die Halterung der Fahne überprüft und musste feststellen, dass sich die Seile der Fahne durch das Reiben am Klinkerwerk des Turmes fast aufgerieben haben. Die Fahne hing nur noch an einem dünnen Zwirnfaden.

Da ich sofort die Gefahr erkannte, dass die Fahne herunterfallen könnte und wohlmöglich einen hohen gemeindlichen Würdenträger in sich einwickelt; der nichts ahnend, wie ihm geschehen, plötzlich und unfreiwillig Reklame durch den Ort trägt, obwohl er dies nicht geplant und diskutiert hatte. Aus diesem Grund hatte ich mir betrübter Mine die Fahne eingeholt. Und weil die Fahne ja außen sichtbar sein sollte, beantrage ich einen Fahnenträger.

Damit meine ich nicht die Anstellung eines Fähnrichs, der im ursprünglichem Sinne als Fahnenträger diente. Nein: ein Fähnrich wäre ja ein Offiziersanwärter im Range eines Feldwebels. Nein, dies meine ich nicht. Eine Alternative zum Fähnrich wäre die Anschaffung eines Mastens, was ja auch viel kostengünstiger ist.

Mit einem Mast meine ich natürlich nicht die Mast aus dem landwirtschaftlichen Bereich, obwohl auch unsere Gemeinde vielleicht ein wenig Dünger vertragen könnte. Auch einen Mast wie z.B. auf einem Segelschiff, das die Hauptstütze der Takelage, meine ich nicht. Obwohl es ja in dem bekannten Kirchenlied ( Lied 604 unseres Gesangbuches) heißt: "ein Schiff das sich Gemeinde nennt..."

Ich meine natürlich die Anschaffung eines Fahnenmastes zum Hissen der oben erwähnten Kirchenfahnen.

An einem Fahnenmast könnte die Jahr 2000 Fahne das ganze Jahr hängen, ohne das sie sich am Stein des Glockenturms abreibt. Und auch andere Fahnen könnten dort gehisst werden. Unsere Kirchenfahne zur Konfirmation oder zu  Pfingsten. Auch könnte man überlegen ob man nicht Flagge zeigen sollte. Zum Beispiel:

Eine violett, grüne Flagge mit Falken in der Mitte zum Zeichen der Anwesenheit des Pfarrers oder eine rot, blaue Flagge mit Sportschuhen und Glocke in der Mitte zum Zeichen der Anwesenheit des Küsters oder eine weiß, schwarze Flagge mit einem Füller in der Mitte zum Zeichen der Öffnungszeit des Büros oder eine mit Kaugummis besetzt Flatte zum Zeichen der  Öffnungszeit der OT und und ......

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

In diesem Sinne hoffe ich auf Genehmigung meines Antrages und verbleibe

mit küsterlichem Gruß

 

Das Gartengerätehaus

Ein Antrag an das Presbyterium im März 1989

Betr. Gartengerätehaus am Melanchthonhaus

Sehr geehrte....

In vorbezeichneter Angelegenheit ist es dringend erforderlich mit dem Bau eines neuen Gartengerätehauses zu beginnen. Das Häuschen sollte groß genug sein um alle Gartengeräte dort unterzubringen. Daher ist auf folgendes zu achten und wird beantragt:

  1. Das Fundament: Es sollte so beschaffen sein, dass sich keine Wühlmäuse, Hasen oder Ameisen dort einnisten können. Auch sollte es ebenerdig und feste sein, damit ich mit meinem Trecker dort fahren kann.
  2. Die Wände: sie sollten so massiv sein, damit ich nicht mit meinen Gartengeräten dort durchbreche, wenn mir mal die Bremsen versagen.
  3. Die Türe: Die Türe sollte groß genug sein um mit allen Gartengeräten dort ein und aus zu fahren. Auch sollte sie gut zu öffnen und zu schließen sein, damit man auch mal lüften kann. Es sei denn.....
  4. Fenster: Ein Häuschen ohne Fenster ist kein Häuschen und darum müssen Fenster rein. Ich danke da an schöne Fenster mit hellen Vorhängen zur Südseite hin, damit auch genügend Licht herein kommt. Die Fenster sollten auch zu kippen sein, damit die Scheiben nicht beschlagen, wenn der Gärtner Kaffe kocht.
  5. Ausstattung: Wie sie wissen ist es die Pflicht des Arbeitnehmers seine Arbeitskraft und Gesundheit zu erhalten. Dies geschieht am Besten durch Pausen. In den Pausen kann ruhig eine Tasse Kaffee oder Tee getrunken werden. Daher muss das Häuschen auch mit Wasser und Stromanschluss versorgt werden. Auch eine Sitzecke muss eingerichtet werden, damit sich der Küster und Gärtner beim telefonieren hinsetzen kann. Um telefonieren zu können muss natürlich ein Telefonanschluss beantragt werden. Damit man sich in der kalten Jahreszeit ein wenig aufwärmen kann, muss natürlich auch ein Ofen rein.

Und in der Sommerzeit!?    Na ja; nach schweißtreibender Arbeit ist es vielleicht gut ein wenig im Gartenteich ( Pool) abzukühlen und sich gleichzeitig durch schwimmen ein wenig Gymnastik zu verschaffen. Der hiermit beantragte dazugehörende Gartenpool könnte gleichzeitig als Kneippkur dienen, da Wassertreten ja gesund sein soll. Das hat den großen Vorteil, dass man seine Kur an der Arbeitsstelle machen kann. Nach dem kuren sollte man die Möglichkeit haben, sich auf der Sonnenterasse ein wenig zu entspannen.

Ich könnte noch weiter fortfahren aber zum Schluss beantrage ich nur noch den Wetterhahn:

Wie hat sich sonst so schön der Hahn

auf unserem Turm gedreht

und damit jedem kundgetan,

woher der Wind geweht.

Mit freundlichen Grüßen

HULauff

 

 

Antrag auf Eiszuschuss

-Ein Antrag an das Presbyterium an einem heißen Sommertag-

Sehr geehrte...

....nicht nur, wenn es in unserer Gemeinde einmal eisig zugeht, weil man z.B. verschiedener Meinung ist oder wenn es mir eiskalt den Rücken runterläuft, wenn ich mir den Zustand der nicht aufgeräumten Räume ansehe; beantrage ich einen Eiszuschuss.

Als Begründung für meinen Antrag, möchte ich Ihnen ein kleines Beispiel aus dem Monat Juli geben:

Es war der 25. Juli; oder war es der 26.? Ich schloss die Türe zum Foyer auf, machte sie auf, traten einen Schritt vor und da passierte es:

Es war 7.15 Uhr; Hitze flimmerte mir entgegen.

Ich sah einen Eisbären ( oder war es doch eine Fatamorgana?). Schweiß schoss mir aus den Poren. Ich war nass geschwitzt. Eigentlich wollte ich schon wieder nach Hause gehen, denn geschwitzt hatte ich nun schon genug.

Dann aber sagte ich mir, das der Eintritt in den Thermen in Bonn auch nicht umsonst ist... Ich denke mir, da ein Eis an heißen Tagen, die Arbeitslust und Motivation enorm steigern könnte, was zu einem ausgeglichenen Küster führten könnte, was wiederum ausgleichend und ansteckend auf alle Mitarbeiter sein könnte, diese wiederum dadurch, im Gespräch mit Gemeindegliedern (in ihrem Arbeitsbereich), viel lockerer und freundlicher sind, die Gemeindeglieder ihrerseits womöglich viel Spendenfreudiger sind. Diese Spenden wiederum mehr sein könnten, als der Eiszuschlag für den Küster, was wiederum dazu führen könnte, das die Presbyter sich freuen und dem Küster gerne einen Eiszuschlag genehmigen.

 

Der Eimer

Ein Eimer ist kaputt. Was nun! Ich denke mir "Naja, so toll war dieser Eimer ja nun auch nicht. Er war viel zu unpraktisch. Er war kantig und außerdem war der Griff nicht gut. Aber nun ist es so, dass ein neuer Eimer her muss".

Und nun muss ich mir Gedanken machen, was der richtige Eimer wäre. Manch einer würde sagen "Eimer ist Eimer" oder so ähnlich. Aber es gibt doch ganz verschiedene Eimer. Es gibt runde oder eckige, kleine oder große, dünne oder dicke, welche aus Kunststoff und welche aus Metall oder Holz. Es gibt weiße oder schwarze oder bunte. Es gibt schwere oder leichte Eimer.

Also, so einfach ist das wohl doch nicht mit dem Eimer. Ich bräuchte einen, in den genug rein passt aber auch nicht zu viel, weil er sonst zu schwer wird; der einen stabilen Griff hat der sich nicht so in die Hand einschneidet, wenn er sehr voll ist. Am besten wäre eine Eimer, der, je länger man in trägt, immer leichter wird. Aber das sind meistens die Eimer, die ein Loch haben. Vielleicht sollte der Eimer auch ein Gesicht haben, was immer lacht. Das hätte dann den Vorteil, dass mich der Eimer immer anlachten würde und mir dann die Arbeit vielleicht noch mehr Spaß macht. Oder ob er mich dann auslacht? Ein neuer Eimer: das ist doch eine schwere Entscheidung. Ob ich wohl meinen Arbeitgeber fragen soll. Der kann doch gut Entscheidungen treffen. Andererseits muss doch ich mit dem Eimer arbeiten. "Nein", einen Eimer kaufe ich mir selber. Es soll ein schöner Eimer sein. Am Besten nehme ich mir Zeit um in verschiedenen Geschäften, verschiedene Eimer zu vergleichen und die Preise auszumachen, denn ein guter Eimer ist sicher auch teuer.

Lieber Chef, wenn ich also mal nicht anzutreffen bin, bin ich bestimmt unterwegs um einen Eimer zu kaufen.

HULauff

 

 

Naturschutzgebiet

Ein Antrag im März 1990 an das Presbyterium

Am Anfang des Monats März war der Regenwurm Willibald im Begriff, den Fußgängerweg zwischen Christuskirche und Einkaufszentrum zui überqueren. Auf halber Strecke war Willibald allerdings schon zu 1/4 vertrocknet, da die Außentemperaturen zu hoch waren.

In einer einmaligen, noch nie dagewesenen Hilfs- und Rettungsaktion ist es mir gelungen, Willibald zu bergen und zu dem kircheneigenen Komposter zu bringen, wo er dann ausgesetzt wurde. Nach sichtbaren Augenblicken der Erschöpfung dauerte es nur wenige Momente und willibald ging es wieder besser. Sogleich tauchte er unter und wieder auf und wieder unter ( nach Dagobert Duck manier) und fand auch wenige Augenblicke später einen Artgenossen, der ihm berichtete, wie gut es sich im Kompost leben lässt.

Nach einer sofort eingeleiteten Umfrage des Institutes "Wurminfas" ist mir nunmehr von Willibald aufgetragen wurden, den Komposthaufen zum Naturschutzgebiet zu erklären. Und somit beantrage ich hiermit, das besagte Naturschutzgebiet zu genehmigen und weitere Maßnahmen einzuleiten. Wie z. B.

  • Gelder aus Landesmitteln zu beantragen, damit das Gebiet erhalten bleibt

  • Abgrenzung oder Aufstellung von Schildern, die das Gebiet als Naturschutzgebiet ausweisen.

Ich hoffe auf Genehmigung und  verbleibe

Ihr Küster

 

Betr: 30%

-Ein Antrag vom Juni 2001-

.....

in vorbezeichneter Angelegenheit haben Sie sicherlich schon von den 30% gehört. Zu ihrer Information teile ich Ihnen noch einige Einzelheiten mit:

  • 30% mehr Müll in den vergangenen Monaten

  • 30% mehr Graswachstum anhand der Witterung

  • 30% mehr Arbeit in den vergangenen Jahren

  • 30% höhere Benzinpreise

  • 30% mehr Kaffee und Teeverbrauch im Gemeindezentrum

  • 30% gestresste Mitarbeiter im Team ( o.G.)

  • 30% mehr Besuche am Gottesdienst als im vergangenen Jahr u.a.

Diese Liste könnte ich natürlich noch fortsetzen. In diesem Zusammenhang haben Sie sicherlich von der 30%igen Gehaltsforderung der Gewerkschaft Cockpit gehört. Cockpit setzt sich hauptsächlich für das fliegende Personal ein.

Nachdem mir Herr Falk im letzten Jahr das Buch "Ein Engel mit Bodenhaftung" von Klaus Müller erschienen im Claudius-Verlag, geschenkt hat, bin ich überzeugt: Ich gehöre auch zum fliegenden Personal. Denn nicht nur "Engel" sondern auch ich habe ja irgendwie mit fliegen zu tun. So fliege ich manchmal vom Gemeindehaus zum Melanchthonhaus. Ich bemühe mich nicht die Leiter runter zu fliegen, wenn ich die Lieder stecke. Ich warne vor den vorstehenden Platten am Gemeindeplatz damit kein Gemeindeglied hinfliegt. Ich beseitige an den Fenstern den Fliegendreck. Im Herbst fliegen die Blätter umher und ich versuche sie einzufangen. Wenn ich zu viel Arbeite bekomme ich so eine fliegende Hitze. Die Flieger von Flugzeugen sind ja die Piloten und ich möchte der Gemeinde mein Pilotprojekt "Internet" vorstellen. Als Küster bin ich ähnlich wie die Piloten dafür verantwortlich, das es den Menschen, die sich mir anvertrauen gut geht. Sei es beim fliegen im Flugzeug oder im Gottesdienst in der Kirche, in den Gruppen oder überhaupt in unseren Gebäuden. Ach könnte ich doch ein "Schutzengel" sein !!!!!

Liebes Presbyterium bitte teilen sie mir doch mit, welche Aussichten ich auf eine 30%ige Gehaltserhöhung habe, wenn ich der Gewerkschaft Cockpit beitrete.

MfG

Ihr Küster

 

Die Kiga-Erweiterung

Ein Antrag des Küsters anlässlich der KIGA-Erweiterung 97

An das Presbyterium

Betr. Dritte Kindergartengruppe, Antrag auf Anschaffung von verschiedenen Sachen.

 

Soll ich lachen oder weinen oder soll es sich nur reimen?

Die Erzieher freun' sich sehr, haben sie doch bald noch mehr.

Kinder, Arbeit oder Freude, manchmal sind sie es auch leide.

Doch "Hurra", die Dritte KigaGruppe ist bald da.

Und freuen sich die Kinder sehr, auch ein Putzeimer muss her.

Will man einen Kindergarten nutzen, muss auch einer putzen.

Denn: Stinken die Toiletten sehr, kommen bald die Kids nicht mehr.

Kleben, falten, basteln find ich toll: wohin ich wohl mit dem Papier hin soll.

Toben, spielen, lärmen und ruck zuck, geht auch mal etwas kaputt.

Ist der Hausmeister auch fern, kommt er doch manchmal auch gern.

In diesem Sinne beantrage ich im Hinblick auf die dritte Kindergartengruppe folgendes:

  1. Die Anschaffung geeigneter Putzgeräte und - mittel für die untere Etage des Melanchthonhauses,

  2. Die Anschaffung einer weiteren grauen und einer grünen Mülltonne, da die vorhandenen Mülltonnen bereits jetzt kaum rechen.

  3. Die Berücksichtigung, dass für eventuelle Reparaturen, Renovierung u.a. mehr Mittel zu Verfügung gestellt werden.

Mit freundlichem Gruß

HULauff

 

 

Antrag zur Vermeidung bzw. Verhinderung des fernbleiben kleiner Gemeindeglieder vom Gottesdienst

oder Antrag auf regelmäßigen sonntäglichen Kindergottesdienst.

(Diesen Antrag habe ich an das Presbyterium gestellt, als es noch keinen regelmäßigen Kindergottesdienst gab.)

Sehr geehrte Damen und Herren Presbyter,

 

zu meinen Aufgaben als Küster gehört unter anderem auch das Zählen der Gottesdienstbesucher. Da der Gottesdienst in der Regel jedoch nicht so besonders gut besucht ist, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, nicht die Personen, sondern die Füße zu zählen. Das ergibt eine wesentlich höhere Zahl (leider muss ich dann durch 2 teilen). Nun ist mir in letzter Zeit des öfteren schon folgendes passiert:

Beim Zählen der Füße staune ich immer über die schönen oder auch weniger schönen Schuhe, Sandalen, Latschen oder Socken. Und dann, was ist das?...so kleine Schuhe: 2, 4, 6, 8 Stück.

"Nanu, haben die aber kleine Füße" Ich staune über so viele Zwerge und gucke nach oben. -Das sind ja Kinder-. Kinder im Gottesdienst. Na ja, denke ich mir; ob die schon verstehen was der Pfarrer oder die Pfarrerin da sagt?

Der Gottesdienst beginnt, die Orgel erklingt. Die Musik der Orgel zieht die Kinder in ihren Bann. Die meisten Kinder lieben Musik. Nun wird gesungen. Und dann,...ja dann, wird aufgestanden. Und nun fängt es an, die Liturgie. Den meisten Erwachsenen ist sie schon nicht geläufig, den Kindern auch nicht. Und schon hier  wissen viele Kinder nicht mehr weiter außer das Mutter oder Vater ihnen dauernd zu verstehen geben, dass sie doch still sein sollen. Dabei wollen sie ja nur fragen: "Was sagt der da?"

Und dann, während des Gottesdienstes, eine Reihe vor mir ziemlich laut: "Mama ich muß mal". Verschiedene Kinder sind unruhig weil sie nicht so lange still sitzen können, wo es doch für sie so langweilig ist.

Verschiedene Leute lachen oder grinsen, andere fühlen sich gestört. Der Pfarrer lässt sich natürlich nicht aus der Ruhe bringen. Nun könnte der Gottesdienst ja kinderfreundlicher gestaltet werden. Aber immer!!!???. Mir ist auf jeden Fall aufgefallen, dass verschiedene Kinder im Gottesdienst sind, die mit ihren Eltern noch nicht allzu oft da waren. Es sind z.B. die Kinder der Aussiedler die jetzt in der Schule wohnen oder die Kinder mit ihren Eltern, die neu zugezogen sind.

Werden sie noch oft kommen? Wird es ihnen nicht zu langweilig? Andere Eltern sind nur noch selten da, weil ja für ihre Kinder der Gottesdienst nicht Kindgerecht ist. Vielleicht würden sie wieder öfters kommen, wenn wieder der regelmäßige sonntägliche Kindergottesdienst wäre. Denn....nur einmal im Monat...ist das so eine Sache! Es ist bestimmt der Sonntag an dem man nicht kann bzw. an dem man nicht denkt. Aber ich könnte mir denken, dass die "Neuen" und die "Alten" Kinder zusammen wieder so zahlreich sind, das es sich lohnen würde, erneut einen Versuch zu starten für einen regelmäßigen sonntäglichen Kindergottesdienst.

Daher beantrage ich den regelmäßigen Kindergottesdienst wieder aufzunehmen.

Vielleicht finden sich ja auch ehrenamtliche Helfer für diese Aufgabe.

Mit den besten Grüßen

Ihr Küster

 

 

Bartträger

Ein Antrag auf  Genehmigung zum Tragen eines Bartes ( vom November 1986)

Sehr geehrte Damen und Herren Presbyter/Innen!

 

In vorbezeichneter Angelegenheit ist mir seitens eines Presbyters nahegelegt worden, einen Antrag zu stellen. Somit beantrage ich: mir die Genehmigung zum Tragen eines Bartes zu erteilen.

Begründung:

  1. Um in der kalten Winterzeit einen minimalen Schutz vor Kälte im Bereich um den Mund zu haben, ist es dringend erforderlich einen Bart zu tragen, da der Schal ja nur Schutz im Halsbereich bietet.

  2. Schon im alten Ägypten war nur der einfache Mann bartlos, während Adlige und Könige Bärte trugen. Da Adlige und Könige viel Macht hatten und als Respektspersonen anerkannt waren, muss auch ich einen Bart haben, um mich z.B. im Jugendbereich besser durchsetzen zu können in der Hoffnung, nicht gestürzt zu werden; oder gar eine Revolotion auszulösen.

  3. Da im Kosmetikbereich die Teuerung auch im Bereich der Haarpflege und vor allem der Rasiermittel angestiegen sit, bin ich nicht mehr bereit, mich ganz zu rasieren, da ich ja einen Teil der Verteuerung wieder einsparen muß. Es sei denn, dass Presbyterium würde mir einen Rasierkostenzuschuß bewilligen.

  4. Nikolauszeit gleich Bartzeit ( oder haben Sie schon einen Weihnachtsmann ohne Bart gesehen?)

  5. Um an einem alt gallieschen Tanz teilnehmen zu können, ist es dringend erforderlich einen Bart zu haben.

  6. (Siehe Asterix der Gallier) .....Los! Einen Schrit nach rechts, einen Schrit nach Links, Die einen vor, die anderen zurück. Begrüßung! Gebt euch die Hand! Zieht euch am Schnurrbart....AM Schnurrbart)

Ich hoffe, dass ich Sie hiermit überzeugen konnte und Sie kein Haar mehr in der Suppe oder gar im Wein finden.

Es grüßt Sie mit einem Haar auf den Zähnen ihr treuergebender Küst er?

 

 

Eine Kiga-gruppe mehr

Eine Bitte um Anschaffung von verschiedenen Sachen.

(Antrag an das Presbyterium)

 

Soll ich lachen oder weinen oder soll es sich nur reimen?

Die ERzieher freun sich sehr, haben sie doch bald noch mehr.

Kinder, Arbeit oder Freude, manchmal sind sie es auch leide.

Doch "Hurra", die Dritte Kiga Gruppe ist bald da.

Und freuen sich die Kinder sehr, auch ein Putzeimer muss her.

Will man einen Kindergarten nutzen, muß auch einer putzen.

Denn: stinken die Toiletten sehr, kommen bald die Kids nicht mehr.

Kleben, falten basteln find ich toll, wohin ich wohl mit dem Papier hin soll?

Toben, spielen, lärmen und ruck zuck, geht auch mal etwas kaputt.

Ist der Hausmeister auch fern, kommt er doch manchmal auch gern.

In diesem Sinne beantrage ich im Hinblick auf die dritte Kindergartengruppe folgendes:

Die Anschaffung geegneter Putzgeräte und -mittel.

Die Anschaffung einer weiteren Mülltonne.

Die Berücksichtigung, dass für eventuelle Reparaturen, Renovierung u.a. mehr Mittel zu Verfügung gestellt werden.

Bis dann

Ihr Küster

Der Wunschladen

(Eine Fantasie-Geschichte von Uli Lauff)

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