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 Fragen zu Kirche und Glaube
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Abendmahl
Das Abendmahl wird auch "Herrenmahl" oder "Eucharistie" genannt. Jeder dieser Begriffe macht auf einen anderen theologischen Schwerpunkt aufmerksam: Das Wort" Abendmahl" erinnert an das letzte, am Abend vor dem Karfreitag von Jesus und seinen Jüngern gefeierte Mahl (vgl. Mk 14,22 ff.). Die Bezeichnung "Herrenmahl" (l. Kor 1,20) weist darauf hin, dass die im Mahl versammelte Gemeinde die Gegenwart des Auferstandenen bekennt, durch dessen Tod die Welt versöhnt ist. Das Wort "Eucharistie" wird in der Ökumene vielfach verwendet und unterstreicht die Bedeutung des Abendmahls als "Feier der Danksagung". Die unterschiedliche Beantwortung der Frage nach der Gegenwart Christi im Abendmahl verursachte im 16. Jhdt die Trennung der Evangelischen in Lutheraner (- lutherisch) und Reformierte (- reformiert). Erst die- Arnoldshainer Thesen von 1957 und die Leuenberger Konkordie haben den Kirchen der Reformation die Abendmahlsgemeinschaft ermöglicht. Die - Lima-Erklärung von 1982 ist ein Dokument für das Bemühen um Übereinstimmung der verschiedenen christlichen Kirchen. Während in der reformatorischen Theologie das Abendmahl mehr unter dem Aspekt der Sündenvergebung gesehen worden ist, wird hier der Zusammenhang des Abendmahls mit dem ganzen Heilswerk Gottes betont.
Als weitere wichtige Schritte sind die Vereinbarung über eine gegenseitige Einladung zur Teilnahme an der Feier der Eucharistie bzw. des Abendmahls mit dem katholischen Bistum der Altkatholiken (-Alt-Katholische Kirche) in Deutschland (Beschluss der Landessynode 1986) und der Beschluss über die Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft mit der - Ev.-Methodistischen Kirche in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin (Landessynode 1987) zu werten. Die - röm.- katholische Kirche gestattet im Grundsatz ihren Gliedern die Teilnahme am Abendmahl in der evangelischen Kirche nicht. Sie läßt bislang auch evangelische Christen zum Empfang der Eucharistie nur in genau umrissenen Fällen dringender Notwendigkeit zu. Die Lan-dessynode der Ev. Kirche im Rheinland hat 1973 beschlossen, dass niemand vom Abendmahl zurückgewiesen werden soll, "der in seiner Kirche im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft und
zum Abendmahl zugelassen ist, sofern er sich nicht durch Ordnungen seiner Kirche daran gehindert weiß".
Innerhalb der ev. Kirche gibt es seit den Siebzigehrjahren eine neue Abendmahlsbewegung. Neben der (Wieder-) Entdeckung der sog. "Agapen" (Gemeinschaftsmahlfeiern mit Elementen der Abendmahls-Liturgie) hat sich das "Feierabendmahl" (ausgehend vom Nürnberger -Deutschen Ev.
Kirchentag 1979) entwickelt: ein als Fest ausgestalteter und gefeierter Abendmahlsgottesdienst, der zugleich ganz auf die Nöte und Hoffnungen der Gegenwart bezogen wird. Die in Agende 1 beschriebene Form des Abendmahls, zu dem an jeder Predigtstätte nach Möglichkeit einmal im Monat eingeladen werden sollte (Art. 24,1 KO), ist die in der Ev. Kirche im Rheinland übliche. Das Abendmahl sollte möglichst im Gottesdienst und nicht im Anschluß daran gefeiert werden. Oft wirken Presbyter und Presbyterinnen oder andere Helfer und Helferinnen beim Austeilen von Brot und Wein mit. Aus seelsorgerlicher Verantwortung kann das Presbyterium beschließen, daß in Ausnahmefällen anstelle von Wein Traubensaft ausgeteilt wird. Ein solcher Beschluss bedarf der Zustimmung des Kreissynodalvorstandes (Art. 23,3 KO in der Fassung des Kirchengesetzes vom 15. Januar 1988 - KABI. S.1 4). Die Handreichung Nr.44 vom Februar 1988 zu dieser Problematik gibt den Presbyterien Hilfen für die Beratung und Beschlussfassung. Bei der Austeilung des Abendmahls ist neben dem üblichen Gemeinschaftskelch die Verwendung von Einzelkelchen verbreitet. Wenn auch nach bisherigen medizinischen Erkenntnissen bei der Benutzung des Gemeinschaftskelchs mit der Übertragung von Aids nicht zu rechnen ist, sollte dennoch äußerste hygienische Sorgfalt angewandt werden. Neben der verbreiteten Abendmahlsfeier in Gruppen vor dem Altar (Abendmahlstisch) werden auch Formen erprobt, bei denen Brot und Wein durch die Reihen gereicht werden oder die Gemeinde an Tischen sitzt. In jedem Fall ist bei der Wahl neuer Formen der Mahlgemeinschaft ein Beschluss des Presbyteriums erforderlich (jus liturgicum; Art. 17 KO). Die Teilnahme von getauften Kindern am Abendmahl ist bereits vor der Konfirmation möglich, wenn eine ausreichende Vorbereitung erfolgte und das Presbyterium mit Zustimmung der Pfarrerin oder des Pfarrers entsprechend beschlossen hat (vgl. Art.25,3 KO).
 

A und O : Alpha und Omega, der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets; darum in der Offenbarung Bezeichnung Gottes und Christi als des Ersten und des Letzten, der am Anfang und am Ende der Herr ist, aus dem und zu dem alles ist.


Abkündigungen

Durch Abkündigungen werden die Gemeindeglieder im – Gottesdienst informiert und eingeladen, am Leben der Gemeinde (Veranstaltungen, Kollekten, Sitzungen der Leitungsgremien, Problemstellungen) teilzunehmen. Ihr Ort in der Liturgie wird verschieden bestimmt: am Anfang des Gottesdienstes bei der Begrüßung oder vor dem Fürbittengebet. Die Abkündigungen werden oft von Presbytern und Presbyterinnen oder- Lektoren, Lektorinnen verlesen. Sie sollen kurz sein und können ergänzt werden durch Gemeindebrief oder Handzettel. Bekanntmachungen politischer außerkirchlicher Stellen sind im Blick auf die Abkündigungen sorgfältig zu prüfen (Art. 22,3 KO).
 
Agende

Die Agende ist das Buch, das die feststehenden und wechselnden Stücke des Gemeindegottesdienstes und der kirchlichen Handlungen enthält. die Agende soll die in der Grundstruktur einheitliche Gestaltung der gottesdienstlichen Feiern gewährleisten. In der Ev. Kirche im Rheinland gilt die Agende für die Ev. Kirche der Union. Band I ist für die Gemeindegottesdienste und Band II für die Kirchlichen Handlungen – 1. Teil für die Heilige Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung. und 2 Teil für Ordination, Einführung, Bevollmächtigung und Vorstellung bestimmt. Nach Art. 69,1 der Kirchenordnung ist der Pfarrer bei der Leitung des öffentlichen Gottesdienstes und bei dem Vollzug der Amtshandlungen an die Ordnungen der gültigen Agende gebunden. Für die Gemeindegottesdienste an Sonn- und Feiertagen hat das Presbyterium entsprechend der gemeindlichen Tradition festzustellen, ob die Erste Form A oder B, die Andere Form oder die Einfache Form zu gebrauchen ist. In der Agende der Ev. Kirche der Union sind lutherische und reformierte Traditionen gottesdienstlicher Ordnungen miteinander verbunden. Reiche liturgische Gestaltungsmöglichkeiten könnten noch viel stärker genutzt werden. Die auf Beschluss des Leitungsorgans zulässige Feier von Gottesdiensten in anderer Gestalt, bei denen schriftgebundene Wortverkündigung, Gebet und Lob Gottes unaufgebbare Grundlage sind, setzt die Agende nicht außer Kraft, bietet aber Gelegenheit, neue Formen zu erproben.
 
Amtshandlung
In den Amtshandlungen wird bestimmten Menschen in besonderer Lage nach einer vorgegebenen Ordnung das Evangelium als Wort und Sakrament zugesprochen und dargereicht. In der Regel steht hier der einzelne im Vordergrund, insofern er Anlass für das Handeln der Kirche ist. Zu den Amtshandlungen, deren Ordnung durch die Agende bestimmt wird gehören: Taufe, Konfirmation, Trauung, Beerdigung; weiter Ordination, Einsegnungen, Einführungen, Einweihungen; ferner auch die Aufnahme eines getauften Christen, die Wiederaufnahme eines Ausgetretenen, die Feier der goldenen Hochzeit, die Krankenkommunion und die Einzelbeichte. Die Kirchenordnung regelt in Art. 75-78 die Frage der Zuständigkeit für Amtshandlungen und die Möglichkeit der Übertragung dieser Zuständigkeit (Abmeldebescheinigung=Dimissoriale).
 
Amtstracht
In den meisten ev. Kirchen in Deutschland wird der betont schlichte schwarze Talar mit weißem Beffchen als Amtstracht vorgeschrieben, zu dem im Freien ein flaches Samtbarett getragen wird. Diese Amtstracht geht auf eine Kabinettsorder des preußischen Königs aus dem Jahre 1811 zurück. Die Amtstracht der Diener und Dienerinnen am Wort wird bei Gottesdiensten und Amtshandlungen von ordinierten Pfarrern und Pfarrerinnen, Pastoren und Pastorinnen im Hilfsdienst, Pastoren und Pastorinnen im Sonderdienst, Gemeindemissionaren und –missionarinnen, Predigthelfern und –helferinnen, sowie auch von nicht ordinierten Pastoren und Pastorinnen im Hilfsdienst, Vikaren und Vikarinnen, Predigthelferanwärtern und –anwärterinnen, Lektoren und Lektorinnen oder durch Einzelbeauftragung besonders Befugten getragen. Die Form des Beffchens ist mit seinen unterschiedlichen gestalteten Teilen ein Hinweis auf lutherische (ganz offen), unierte (halb offen) oder reformierte (gang geschlossen) Tradition. Ordinierte können anstelle des schwarzen Talars eine Mantelalbe aus naturweißem Wollstoff mit einer schlichten Stola in den liturgischen Farben tragen, wenn das Leitungsorgan einen entsprechen Beschluss gefasst und festgelegt hat, bei welchen Gottesdiensten und Amtshandlungen die Mantelalbe getragen werden darf. Die Gemeinde ist zuvor angemessen zu unterrichten.
 
Andacht
Neben dem öffentlichen Gottesdienst hat die Andacht als eine andere Form der Verkündigung ihren festen Platz in der Gemeinde. Sie ist die häufigste Form der Verkündigung in Kreisen und Gruppen. An einen festen liturgischen Rahmen ist sie nicht gebunden. Häufig wird sie nicht vom Pfarrer, der Pfarrerin, sondern von einem Mitglied des Kreises oder einem andern Mitarbeiter, einer anderen Mitarbeiterin der Gemeinde gehalten. Grundlage der Andacht ist ein biblischer Text, der entweder frei ausgelegt wird oder zu dessen besserem Verständnis andere kommentierende Texte verlesen werden. Lied und Gebet treten hinzu. Um nicht wahllos einen biblischen Text zu suchen, empfiehlt es sich, auf die Losung, Andachtsbücher, Bibellesepläne oder die im letzten Teil des Gesangbuches gedruckten Vorschläge zurückzugreifen. Sie enthalten auch Hinweise für tägliche Hausandachten in der Familie oder bei besonderen Gelegenheiten. Bei vielen gemeindlichen Veranstaltungen ist die Andacht am Anfang oder zum Schluss die Regel, nicht aber Gesetz.
 
Antependium
Antependien sind die Behänge an der Stirnseite von Altar und Kanzel. Sie gehören zu den „Paramenten", dem Textilschmuck des gottesdienstlichen Raumes in der evangelischen Kirche. Die auf den Antependien benutzten Symbole und Schriftzeichen sollen zur Meditation helfen. Die Grundfarben der Antependien richtet sich nach den jeweiligen liturgischen Farben und ist also ein Hinweis auf die Zeit des Kirchenjahres (weiss: Christusfeste; violett: Zeit der Buße; rot: Pfingstfest und Feste der Kirche; grün: nicht besonders geprägte Zeiten des Kirchenjahres).
 
Aufnahme
Die Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der Ev. Kirche in Deutschland wird in der Regel durch die Taufe in einer ihrer Kirchengemeinden erworben. Erwachsene, die bereits getauft sind, ohne einer Gliedkirche der Ev. Kirch in Deutschland anzugehören (z.B. Ausgetretene, rom.-kath.christen), können die Mitgliedschaft durch Aufnahme (Wiederaufnahme) erwerben. Der Aufnahme muss eine evangelische Unterweisung vorausgehen und die Aufzunehmenden sollen sich in der vom Presbyterium festzusetzenden >Übergangszeit am gemeindlichen Leben, vor allem am Gottesdienst, beteiligen. Die Aufnahme wird vom Presbyterium der Wohnsitzkirchengemeinde beschlossen und nach der Agende in einem Gottesdienst oder in Gegenwart von zwei Mitgliedern des Presbyteriums vollzogen. Ein getauftes religionsunmündiges Kind (unter 14 Jahren) erwirbt die Mitgliedschaft durch die entsprechende Erklärung der Erziehungsberechtigten.
 
Austritt
Glieder der ev. Kirche können jederzeit ihren Austritt erklären. Staatsgesetze schreiben vor, dass beim Amtsgericht des Wohnsitzes zu Protokoll des Gerichts oder in öffentlich beglaubigter Form der Austritt erklärt werden muss. Er wird ohne Wartefrist mit Ablauf des Tages wirksam, an dem die Erklärung bei Gericht eingegangen ist. Damit erlöschen alle Rechte und Pflichten sowohl im staatlichen wie auch im kirchlichen Bereich. Allerdings ist Kirchensteuer bis zum Ablauf des Austrittsmonats zu zahlen.
 
                                                   


Bank für Kirche und Diakonie
Die Bank für Kirche und Diakonie eG dient den Gemeinden und Werken der Ev. Kirche im Rheinland als genossenschaftliche Selbsthilfeeinrichtung, in dem sie ihnen finanzielle Förderung durch Kreditvergabe, Geldanlage und Zahlungsverkehrsabwicklung bietet. Neben juristischen Personen können haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der ev. Kirche Kunden der Bank für Kirche und Diakonie werden.
 
Barmer Theologische Erklärung
Auf der ersten Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche vom 29. bis 31. Mai 1934 in Wuppertal-Barmen hatten sich 139 Abgesandte aus 18 Landeskirchen versammelt, um gegen die Gleichschaltung der evangelischen Kirche mit dem nationalsozialistischen Staat zu protestieren, zahlreiche Rechtsbrücke der herrschenden Kirchenpartei der Deutschen Christen (DC) zurückzuweisen sowie gegen die in die Kirche eingedrungenen Irrlehren ein theologisches Wort zu verabschieden. Die Barmer Synode wurde die Geburtsstunde der Bekennenden Kirche. Die Barmer Theologische Erklärung, ein „Jahrhundertereignis der Kirchengeschichte", benennt in ihren sechs Bekenntnissätzen sechs „evangelische Grundwahrheiten" und erwirt die falschen Lehren, die seit langem in der Kirche virulent und durch die politische Wende des Jahres 1933 und den Herrschaftsanspruch der Deutschen Christen ganz deutlich geworden waren:
1. Jesus Christus ist das eine Wort Gottes an die Gemeinde. Gegen die 1934 herrschende Irrlehre: Es gebe noch andere Worte Gottes, z.B. Führer, Rasse und Nation.
2. Jesus Christus allein befreit seine Gemeinde und beansprucht sie ganz –Gegen die Irrlehre: Die Gemeinde müssen och anderen Herren dienen, z.b. dem totalen Staat.
3. Die Kirche Jesu Christi ist eine geschwisterliche Gemeinschaft allein unter Gottes Gebot. – Gegen die Irrlehre: Die Kirche müsse sich nach den jeweiligen politischen Ordnungen und gesellschaftlichen Überzeugungen richten.
4. In der Gemeinde gibt es keine Herrschaft des einen über den anderen. –Gegen die Irrlehre: In der Gemeinde müsse das Führerprinzip gelten.
5. Die Kirche respektiert den Staat als Anordnung Gottes zur Aufrechterhaltung von Recht und Frieden. Sie erinnert Regierende und Regierte an Gottes Reich und Gebot. –Gegen die Irrlehre: Der Staat könne totale Unterwerfung verlangen.
6. Die Kirche verkündet allein die Botschaft Gottes in ihre Zeit hinein. –Gegen die Irrlehre: Die Kirche müsse den Geist der Zeit in ihre Botschaft aufnehmen.


In den Jahren des Wiederaufbaus der evang. Kirche in West- und Ostdeutschland nach 1945 wurde die Barmer theologische Erklärung in fast allen Verfassungen der Landeskirchen aufgenommen.
 
Beerdigung
Die Beerdigung als kirchliche Bestattung ist ein öffentlicher Gottesdienst, in dem die christliche Gemeinde ihre verstorbenen Glieder zur letzten Ruhe geleitet. Durch die Verkündigung des Evangeliums am Grabe wird kundgetan, dass die Verstorbenen nicht bloß der Verwesung zu überlassen sind, sondern ihrem Herrn übergeben werden, die als Schöpfer und Erlöser in Zeit und Ewigkeit Anspruch auf sie hat. Zugleich werden die Hinterbliebenen mit dem Zuspruch des Evangeliums getröstet und daran erinnert, dass auch sie als Christen diesem Herrn gehören, der durch sein Sterben am Kreuz und Tod als Gottes Gericht auf sich nahm. Die Beerdigung umfasst Verkündigung und Seelsorge: Sie gründet sich auf die Glaubensgewissheit, „dass weder Tod noch Leben ... uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn" (Röm 8,38f.). Die kirchliche Beerdigung ist die am häufigsten in Anspruch genommene Amtshandlung der Volkskirche. Die sehr unterschiedlichen Erwartungen der Hinterbliebenen stellen Pfarrerinnen und Pfarrer vor schwierige Aufgaben, die im Grunde nicht durch den kurzen Beerdigungs-Gottesdienst allein gelöst werden können, sondern eine langfristige seelsorgerliche Begleitung notwenig machen, zu der auch Gemeindeglieder berufen sind. Weitere Antworten auf Fragen bezügl. Tod und Sterben finden sie auf der Seite unseres Kirchenkreises. Folgen sie dem Link zur ekasur (Kirchenkreis) und dem Link zu ekir (Kirche im Rheinland) Viele und ausführliche Informationen.
 
Beichtgeheimnis
Den Beichtzwang hat die Reformation abgeschafft, nicht die Beichte! Ihr Verschwinden wäre ein Mangel für die ev. Kirche und ihre Seelsorge, zumal das Verlangen nach Seelsorge und Beichte zu wachsen scheint. Wichtig ist die Stärkung seelsorgerlichen Vertrauens zu Pfarrerinnen und Pfarrern auch durch das Bewusstmachen seelsorgerlicher Verschwiegenheit, zu der ev.Pfarrer und Pfarrerinnen durch das Ordinationsgelübde ebenso verpflichtet sind, wie der kath. Priester. Der Staat anerkennt diese Pflicht durch das Recht der Aussagevergeigung „für das, was ihm in seiner Eigenschaft als Seelsorger anvertraut ist". Nach der Kirchenordnung ist das Beichtgeheimnis unverbrüchlich. Nichts-auch nicht das Wissen um begangene Verbrechen- und niemand –auch nicht die Beichtenden- können von der Schweigepflicht entbinden. Nur unter besonderen Umständen muss die Amtsverschwiegenheit gebrochen werden, wenn durch Schweigen andere schwere Gefahr droht. Darauf müssen die Beichtenden hingewiesen werden.
 
Bekenntnis
In einem Bekenntnis wird gesagt, was man glaubt. In der Regel kommt es in einer Situation zustande, in der von außen nach dem Glauben gefragt wird. Das erste christliche Bekenntnis lautet „Jesus Christus ist Herr" und das erste Bekenntniszeichen unter den Christen war der Fisch, dessen Buchstaben im griechischen Wort die Abkürzungen für das Bekenntnis „Jesus Christus Gottes Sohn, Retter" ergaben.
 
Bibelseminar
Immer mehr Menschen wissen immer weniger vom Glauben. Selbst einfachste Kenntnisse über die Bibel und den Inhalt des christlichen Glaubens können bei vielen Erwachsenen kaum noch vorausgesetzt werden. Darum gibt es in zunehmender Zahl Bibelseminare und Glaubenskurse für solche, die sich in ihrem Glauben weiterentwickeln, neue Einsichten entdecken und sprachfähiger werden wollen.
 
Brot für die Welt
Heute ist „Brot für die Welt" eine Hauptabteilung „Ökumenische Diakonie" des Diakonischen Werkes der Ev. Kirche in Deutschland. Die Aktion ist ein Teil das nach 1968 durch die Ev. Kirche in Deutschland gegründeten –kirchlichen Entwicklungsdienstes.


Charisma
Charisma (gr.=Gnadengabe) ist ein vom Apostel Paulus geprägtes Wort, mit dem er Fähigkeiten, Aufgaben und Dienste in der frühen Gemeinde als Erscheinungsformen und Wirkungsweisen der Gnade Gottes definiert. Dabei stellt er keine Rangfolge unter den Diensten auf.


Chor
Gemeinde Gottes ist schon in alttestamentlichen Zeiten singende Gemeinde gewesen. Mit Gesang wurde und wird Gottes Herrlichkeit gelobt, mit Gesang auf die Verkündigung durch das Wort bekennend, klagend und rühmend geantwortet. So bezeugt die Gemeinde das tröstende und befreiende Handeln Gottes.


Diakon, Diakonin
Diakon, Diakonin ist eine Berufsbezeichnung für Männer und Frauen, die sich durch spezifische Fachkompetenz im sozialen Bereich von anderen kirchlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen unterscheiden. Voraussetzung für ihre Tätigkeit ist eine doppelt qualifizierende Ausbildung. Sie umfasst eine theologisch-diakonische und dazu eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Sozialberuf.

                                                       

Eheschließung siehe unter Trauung


Ehrenamt

Der ehrenamtliche Dienst ist für den Gemeindeaufbau noch wichtiger als der Einsatz hauptamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er ist ein Kennzeichen für die Lebendigkeit einer Gemeinde. Besonders geeignete Arbeitsfelder für Ehrenamtliche sind Jugend- und Erwachsenenarbeit, Kindergottesdienst, Besuchsdienst, Chorarbeit und natürlich die Mitarbeit im Presbyterium. Für den Dienst ehrenamtlicher Predigthelfer und -helferinnen und Lektoren oder Lektorinnen gibt es besondere Kirchengesetze. Auch Ehrenamtliche haben ein Anrecht auf Fortbildung. Dafür sollen die Gemeinden und Kirchenkreise entsprechende Mittel bereitstellen. Die Erwachsenenbildungswerke haben ein umfassendes Fortbildungsangebot entwickelt. Die Auslagenerstattung für Ehrenamtliche sollte selbstverständlich sein.

Epiphaniaskreis (im Kirchenjahr)

Nach dem Epiphaniastag folgen die Sonntage nach Epiphanias. Die Zahl dieser Sonntage ändert sich und ist vom Osterfest abhängig. Darum ist die Epiphaniaszeit einmal länger, einmal kürzer. Im Höchstfall sind es 6 Sonntage.


                                                   

 

Fasten

religionsgeschichtlich weit verbreitete, individuell oder gemeinschaftlich vollzogene Abstinenz von bestimmten Nahrungsmitteln und Getränken, z.T. auch totale Enthaltung von Nahrungsaufnahme, die zu bestimmten Fastenzeiten oder - wie von einigen Anhängern des Dschainismus- dauernd geübt wird. Ihr Ziel kann in der Abwehr schädlicher Kräfte, in eigener Kraftgewinnung oder in der ekstatischen Steigerung der eigenen Fähigkeiten bestehen. In einigern Religionen dient das Fasten der Busse und der Heiligung, der Freiheit zum Gebet, der Vision und Erleuchtung, der Vorbereitung auf kultische Handlungen, besonders auf den Genuss heiliger Speisen.


Feministische Theologie
Feministische Theologie ist eine erfahrungs- und kontextbezogene Theologie, d.h.Frauen bringen ihre Erfahrungen mit dem eigenen Glauben, mit der Bibel, mit dem Gottesdienst, die sie heute in einer bestimmten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und kirchlichen Situation machen, selbst zur Sprache. Feministische Theologie untersucht die Stellung der Frau im Alten und Neuen Testament, die Stellung Jesu zu den Frauen, die eigenständige Rolle der Frauen im Urchristentum. Sie versucht neue kritische Wege der Schriftauslegung. Aus diesen Bemühungen um ein neues Verständnis der Bibel entstand ein intensives Fragen nach dem Gottesbild, vor allem nach seinen verdrängten weiblichen Dimensionen.
                                                   
Gebet
Gebet ist Gespräch mit Gott: Dank, Leb, Bitte, Klage, Fürbitte des einzelnen oder der Gemeinde werden "unserem Vater" gesagt. Beten lernt man mit bildlichen Texten, den Psalmen als dem Gebetbuch der israelischen Gemeinde, dem "Vater unser", das Jesus seine Jünger lehrte. Hilfen für das Gebet sind Lieder und Gebetbücher. Sie leiten an, in Stille und Sammlung Gott Leben und Welt anzubefehlen. 

Gottesdienst

Die christliche Gemeinde versammelt sich im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes so oft wie möglich, besonders aber an jedem Sonntag und kirchlichen Feiertag, zum Gottesdienst und lädt dazu ein. Sie hört auf Gottes Wort, feiert die Sakramente und antwortet mit Gebet, Lobgesang und Dankopfer. Sie empfängt Gottes Segen und lässt sich in die Welt senden. Die Verkündigung im Gottesdienst ist an die Heilige Schrift gebunden. Der Gottesdienst wird nach der geltenden Agende gefeiert. Das Presbyterium legt die Gottesdienstordnung der Gemeinde fest. Es sollen auch Gottesdienste in besonderer Gestalt angeboten werden. Die Glocken rufen die Gemeinde zum Gottesdienst und Gebet. Der Predigt wird ein Abschnitt der Heiligen Schrift zugrunde gelegt. Die Kinder der Gemeinde werden zum Kindergottesdienst eingeladen. Familiengottesdienste sollen regelmäßig gefeiert werden.

Hauskreise

Hauskreise sind eine Arbeitsform in der Gemeinde, die in der Oekumene verbreitet  - in _Deutschland durch die Ev. Akademiker neu belebt worden ist. Zu den Vorzügen der Hauskreise gehört die begrenzte Teilnehmerzahl und die dadurch ermöglichten intensiven und gezielten Gespräche. Die Themen orientieren sich am Interesse der Teilnehmer und umfassen biblische Texte, Fragen des praktischen Christseins und der beruflichen Verantwortung. 

Inventar

Das Inventar ist ein wichtiger Vermögensbestandteil, der pfleglich behandelt werden soll. Die Führung von INVENTAR-Verzeichnissen wird im Rahmen von Kassenrechnungsprüfungen daher große Bedeutung beigemessen.


Jugendarbeit

Die Jugendarbeit erschließt Erziehungsfelder außerhalb von Familie, Schule, Ausbildung und Beruf, indem sie Angebote unterbreitet, denen Jugendliche freiwillig nachkommen können: regelmäßige Zusammenkünfte von Gruppen, Häuser der Offenen Tür, Freizeiten, soziale Einsätze, Aktions- und Projektgruppen u.a.. Als Ziele evangelische Jugendarbeit werden u.a. genannt: das klare wörtliche Bekenntnis des jungen Menschen zu Jesus Christus, die Eingliederung junger Menschen in das Leben der Gemeinde.                                                                    Es gibt keine unmittelbare biblische Begründung für die kirchliche Jugendarbeit, weil in biblischer Zeit junge Menschen keine besondere Gruppe in der Gesellschaft darstellten.  Siehe auch Jugendgruppen


Kinderbibelwoche

Die Kinderbibelwoche entfaltet ein zentrales biblisches Thema im Erfahrungshorizont der Kinder, indem sie in mehreren Tagesthemen biblische Texte mit unterschiedlichen Methoden und Medien darbietet und erarbeitet. Der Kinderbibeltag bietet lediglich eine biblischen Text an, hat aber den Vorteil, dass er mehrfach im Lauf eines Jahres angeboten werden kann.

 

Kirchenjahr

Im bürgerlichen Leben ist das Naturjahr gegliedert in verschiedene Rhythmen und Zeiten und ist vergleichbar mir einem Kreis. Sein ständiger Ablauf von Werden und Vergehen kann immer wieder als ein Wunder der Schöpfung miterlebt werden. Das Kirchenjahr gleicht, gemessen an dem Naturjahr, einer gestreckten Linie, einem abgeschossenen Pfeil, der vom 1. Advent zum 2 Advent zielt bis hin zum Tag der Wiederkunft des Herrn, dem Ewigkeitssonntag. Die ersten Christen, ja selbst Luther, kannten das Kirchenjahr, wie wir es heute kennen, noch nicht. Zunächst wurde an jedem Herrentag, dem Sonntag, die Auferstehung gefeiert und an jedem Freitag der Kreuzigung Christi gedacht. Allmählich entstand so das Kirchenjahr, wobei Weihnachten als eines der späteingeführten Gedenkfeiern der Christenheit gilt. Es ist etwa seit dem 4. Jahrhundert bekannt und wurde auf den 25. Dezember gelegt. Viele christliche Gedenkfeiern, wie auch Weihnachten, waren ehemals heidnische Feste und wurden ersetzt durch christliches Gedankengut.

Wenn wir heute vom Kirchenjahr sprechen, so gliedert sich dieses in zwei geprägte Zeiten und je eine ungeprägte Zeit dazwischen.

  • Der Weihnachtskreis vom Heiligabend bis Epiphanias (Erscheinungsfest) mit vorbereitender Adventszeit.
  • Der Osterkreis von der Osternacht bis Pfingsten mit der vorbereitenden Passionszeit.
  • Die Epiphaniaszeit zwischen Weihnachten und der Passionszeit.
  • Die Trinitatiszeit zwischen dem Osterkreis und dem Advent.

Kirchenmusiker

Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker haben die Aufgabe, die gottesdienstliche Musik, insbesondere den Gemeinde- und chorgesang, nach der geltenden Ordnung zu leiten und zu pflegen. 

Konfirmation

Die Gemeinde ist dafür verantwortlich, dass die Kinder ihrer Gemeindeglieder das Wort Gottes hören, im Verständnis des Glaubens wachsen und lernen, in christlicher Verantwortung zu leben. Dies geschieht im Elternhaus, Gemeinde und Schule. Die Konfirmation wird durch den kirchlichen Unterricht vorbereitet. Im Unterricht werden Kinder und Jugendliche mit den zentralen aussagen des christlichen Glaubens und dem Leben der Gemeinde vertraut gemacht. Bibel, Gesangbuch und der in der Gemeinde geltende Katechismus sind Grundlage des Unterrichts. Der Unterricht wird nach einem von der Landessynode beschlossenen Rahmenplan gestaltet. Die Eltern sollen ihre Kinder zum Unterricht persönlich bei der zuständigen Pfarrerin oder dem zuständigen Pfarrer anmelden. Wurde die oder der Jugendliche nicht in der Kirchgemeinde selbst getauft, so ist eine Bescheinigung über die Taufe vorzulegen. Die Jugendlichen werden in der Regel in derjenigen Gemeinde unterrichtet und konfirmiert, in der sie ihren Wohnsitz haben. Siehe auch unter Konfirmanden/Katechumenen und unter ekasur.

 

Küster

Küsterinnen und Küster richten die kirchlichen Räume für den Gottesdienst her, sorgen für das Läuten der Glocken, achten während des Gottesdienstes auf gute Ordnung und unterstützen Pfarrerinnen und Pfarrer, Presbyterinnen und Presbyter bei ihren Amtsgeschäften.

Losungen

"Die täglichen Losungen und Lehrtexte der Brüdergemeine" gehen zurück auf den Grafen Zinzendorf (1700 - 1760), der für die Glieder seiner Gemeinde für jeden Tag einen Vers aus dem Alten und Neuen Testament auswählte und sie zum Losungsbuch zusammenstellte.


Meditation

Die christliche Meditationstradition ist in den vergangenen Jahren wieder belebt worden. Ihr Ziel ist es, sich in der Stille zu sammeln, sich wach und aufmerksam dem Wirken Gottes und der Erfahrung seiner Gegenwart zu öffnen sowie menschliche Reifung in der Lebensgemeinschaft mit Gott und den Menschen zu fördern. Gruppe Meditation

Nottaufe

Wenn für ein ungetauftes Kind Todesgefahr besteht und ein Pfarrer, eine Pfarrerin nicht mehr herbeigeholt werden kann, so darf jeder Christ ohne besondere Formalitäten die Taufe vollziehen mit der einen Bedingung, dass sie mit der trinitarischen Formel und - sofern irgend möglich- mit Wasser ausgeführt wird.


Orgel

Orgeln als wertvolle Musikinstrumente bedürfen besonderer Pflege, einer angemessenen Regelung der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit sowie vor allem der sachkundigen Handhabung durch einen Organisten bzw. eine Organistin. In allen Fragen des Orgelbaus und der Orgelpflege berät das landeskirchliche Orgel- und Glockenamt. 

 

 Passionszeit

Seit dem 9. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für den Abschnitt des Kirchenjahres, der dem Gedächtnis der Passion Christi gewidmet ist, d.h. die Fastenzeit vom ersten Passionssonntag (in der evangelischen Kirche: Estomihi oder Judika) bis einschließlich Karfreitag.



Pastor, Pastorin

Pastor, Pastorin (lat.=Hirte) ist im Unterschied zu Pfarrer, Pfarrerin die offizielle Bezeichnung 1. für den Pastor, die Pastorin im Hilfsdienst, 2. den Pastor, die Pastorin im Sonderdienst, 3. den Gemeindemissionar, die Gemeindemissionarin, so jedenfalls in der Ev. Kirche im Rheinland. Volkstümlich wird Pastor, Pastorin als Bezeichnung oder Anrede für ev. und röm.katholische Theologen im Gemeindedienst gebraucht ( bes. in Norddeutschland üblich).

Pfarrerinnen und Pfarrer

Pfarrerinnen und Pfarrer haben im Dienst am Wort und im Hirtenamt für die Gemeinde den Auftrag, das Evangelium zu verkündigen und die Sakramente zu verwalten. Sie haben den Dienst der christlichen Unterweisung und der Seelsorge auszuüben. In Gemeinschaft mit den anderen Mitgliedern des Presbyteriums obliegt ihnen die Leitung der Kirchengemeinde.

Presbyterinnen und Presbyter

Die Presbyterinnen und Presbyter sind dazu berufen, im Presbyterium in gemeinsamer Verantwortung mit den Pfarrerinnen und Pfarrern und den übrigen Mitgliedern des Presbyteriums die Kirchengemeinde zu leiten. Ihren Gaben und Kräften gemäß sollen sie n dem vielfältigen Dienst der Gemeinde mitarbeiten. Darüber hinaus stehen sie in der Dienstgemeinschaft der Kirche. Die Presbyter verrichten ihren Dienst unentgeltlich; notwendige Ausgaben und entgangener Arbeitslohn werden ihnen erstattet.


Quäker

Religiöse Gesellschaft der Freunde Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
 


Reformiert

"Nach Gottes Wort reformiert" (erneuert) nennen sich Gemeinden, die ihren Ursprung auf den Reformator Johannes Calvin zurückführen. Seine Reformation in Genf hat über Frankreich und Holland bis zum Niederrhein (und Schottland) gewirkt. Das Bekenntnisbuch dieser Gemeinden ist der "Heidelberger Katechismus" von 1563. Er besteht aus 129 Fragen und Antworten. Die oft sparsame Gestaltung des Gottesdienstraumes wie die einfache Form des Gottesdienstablaufs haben ihren Ursprung darin, daß die Reformierten das biblische zweite Gebot, nämlich sich von Gott kein Bild zu machen, besonders beherzigt haben. Reformation


Sakrament

Mit Sakrament wird eine kirchliche Handlung bezeichnet, in der die Gnade Gottes zuteil wird. Die röm.-katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Buße, Abendmahl, Krankensalbung, Priesterweihe und Ehe. Die Reformatoren lehnten von Anfang an die Siebenzahl der Sakramente ab, wenn auch auf lutherischer Seite zunächst die Frage offen blieb, ob nicht auch Buße und Ordination als Sakrament anzusehen sind. Allmählich setzte sich jedoch auch hier ein enger Sakramentsbegriff durch. Seitdem gelten in allen reformatorischen Kirchen Taufe und Abendmahl als Sakramente, weil nur sie auf einen ausdrücklichen Befehl Jesu zurückgehen und mit sichtbaren Zeichen verbunden sind. Versuche der letzten Zeit, in der Frage der Sakramente zu einer Annährung zu kommen, haben gezeigt, dass der eigentliche Unterschied darin besteht, dass die röm-katholische Kirche sich selbst als umfassendes Heilssakrament versteht und darum allein schon aus diesem Grunde auch andere kirchliche Handlungen als Sakramente verstehen kann.


Talar

Der Talar ist die Amtstracht des Pfarrers oder der Pfarrerin.
Uniert

1817 wurde auf königlichen Befehl in Preußen die Union eingeführt: getrennte lutherische und reformierte Gemeinden sollte es nicht mehr geben. Die Ev. Kirche ist eine unierte Kirche, in der lutherische, reformierte und unierte Gemeinden in einer Kirche verbunden sind und untereinander Gemeinschaft haben am Gottesdienst und an den heiligen Sakramenten. Die Trennung zwischen den protestantischen Konfessionen ist aufgehoben, der Bekenntnisstand der Gemeinde bliebt dennoch erhalten. Wo unierte Gemeinden gegründet wurden oder sich zu solchen zusammenschlossen, gelten die reformatorischen Katechismen oder eine Zusammenfassung beider Katechismen. Die Gemeinden nennen sich im Unterschied zu lutherischen oder reformierten Gemeinden "evangelische Gemeinde...".

 

Taufe                (Trauung s.u.)

Auf Befehl Jesu Christi und im Vertrauen auf die Gnade Gottes, die allen Erkennen vorausgeht, tauft die Kirche und bezeugt damit die Zuneigung der in Christus offenbarten Verheißung Gottes und den Anspruch Gottes auf das Leben der Getauften. Durch die Taufe wird der Täufling zum Glied an Leibe Christi berufen und seine Mitgliedschaft in der Kirche begründet.
Die Taufe wird auf den Namen des Dreieinigen Gottes vollzogen. Die oder der Taufende nennt den Namen des Täuflings und spricht: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Dabei wird das Haupt des Täuflings dreimal mit Wasser begossen. Nur eine auf den Namen des Dreieinigen Gottes mit Wasser vollzogene Taufe ist gültig.

Der Täufling erhält einen Taufspruch.

Die Taufe wird in der Regel im Gottesdienst der Gemeinde durch die Dienerinnen und Diener am Wort vollzogen. In Notfällen kann jede Christin oder jeder Christ taufen. Zur Taufe gibt es sicherlich noch viele Fragen. Einige Antworten auf ihre Fragen finden sie auf der Seite unseres Kirchenkreises. Folgen sie dem Link zur ekasur. Infos der ekir

Trauung

Die Trauung ist ein Gottesdienst anlässlich der Eheschließung, in dem die eheliche Gemeinschaft unter Gottes Wort und Segen gestellt wird. Dabei bekennen die Eheleute, dass sie einander aus Gottes Hand annehmen, und versprechen, ihr Leben lang in Treue beieinander zu bleiben und sich gegenseitig immer wieder zu vergeben. Die Trauung wird nach der in der Gemeinde geltenden Gottesdienstordnung gehalten. Ihr geht ein Traugespräch voraus, in dem die Eheleute an Zuspruch und Anspruch des Evangeliums für ihr gemeinsames Leben erinnert werden. Die Trauung setzt voraus, dass beide Eheleute einer christlichen Kirche angehören und wenigstens die Ehefrau oder der Ehemann Mitglied der evangelischen Kirche ist.  Gehört die Ehefrau oder der Ehemann keiner christlichen Kirche an, kann ausnahmsweise eine Trauung gefeiert werden, wenn die evangelische Ehefrau oder der evang. Ehemann das wünscht, der oder die jeweils andere zustimmt und sich im Traugespräch bereit erklärt, das christliche Verständnis der Ehe zu achten. Die Trauung muss unter Vorlage der Taufbescheinigungen der Ehepartner mindestens vierzehn Tage zuvor bei der zuständigen Pfarrerin oder dem zuständigen Pfarrer erbeten werden. In der Karwoche finden kirchliche Trauungen nicht statt. Die Trauung ist in das Kirchenbuch der Gemeinde, in der sie vollzogen wird, einzutragen. Weitere Antworten auf Fragen zur Hochzeit finden sie auf der Seite unseres Kirchenkreises. Folgen Sie dem Link: ekasur oder auf der Seite EKiR

Uniert

1817 wurde auf königlichen Befehl in Preußen die Union eingeführt: getrennte - lutherische und -reformierte Gemeinden sollte es nicht mehr geben. Die Ev. Kirche ist eine unierte Kirche, in der lutherische, reformierte und unierte Gemeinden "in einer Kirche verbunden sind und untereinander Gemeinschaft haben am Gottesdienst und an den heiligen Sakramenten." Die Trennung zwischen den protestantischen Konfessionen ist aufgehoben, der Bekenntnisstand der Gemeinden bleibt dennoch erhalten. Wo unierte Gemeinden reformatorischen - Katechismen "oder eine Zusammenfassung beider Katechismen" Die Gemeinden nennen sich im Unterschied zu lutherischen oder reformierten Gemeinden " evangelische Gemeinde..."

 

 

 


Vikariat

Ausgebildete Theologinnen und Theologen, die den Pfarrdienst anstreben, werden nach der 1. theologischen Prüfung in den "kirchlichen Vorbereitungsdienst" eingewiesen. Die früherer Bezeichnung "Vikariat" bedeutet, dass sie einem Lehrpfarrer, einer Lehrpfarrerin zugewiesen wurde und sie in vielen Diensten zu vertreten hatten. Das heutige Ausbildungskonzept versteht diesen in der Regel zweijährigen Vorbereitungsdienst als Lern- und Erprobungszeit, in der noch ganz von der Universitätsausbildung geprägte Theologinnen und Theologen den Übergang in den gemeindlichen Dienst vollziehen sollen. 

Wahlen

In der Ev. Kirche im Rheinland finden alle vier Jahre Wahlen statt, um die Leitungsorgane zu bilden. Nach der Kirchenordnung werden dabei nur die Presbyterien durch "Urwahlen" (d.h. unmittelbar durch die Gemeindeglieder), die übrigen Leitungsorgane mittelbar durch bereits gewählte Amtsträger und Amtsträgerinnen gebildet.

Wiedereintritt

Sie wollen wieder in die Kirche eintreten und haben Fragen? Folgen sie dem Link zur Seite unseres Kirchenkreises: ekasur

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